Vom Jedermannrennen zum Radmarathon. So gelingt dir der Wechsel

Vom Jedermannrennen zum Radmarathon. So gelingt der Wechsel.

Die ersten Saisonhighlights liegen bereits hinter vielen Athleten/innen. Die warmen Tage im Trainingslager sind längst vergessen (Hier unser Rückblick zum Mallorca-Camp im März). Mit Rennen wie der Tour d’Energie, Eschborn-Frankfurt oder Rund um Köln wurde intensiv an der Form gearbeitet, Tempohärte gesammelt und oft auch persönliche Bestzeiten erreicht.

Doch jetzt beginnt für viele die nächste Saisonphase. Die großen Radmarathons und Alpenklassiker stehen vor der Tür.

Ob La Marmotte, SuperGiroDolomiti, Maratona dles Dolomites, Tannheimer Tal oder der legendäre Ötztaler Radmarathon. Jetzt ändern sich die Anforderungen deutlich.

Wie hier beim RaR geht es auch beim Jedermannrennen dynamisch zur Sache!

Wo unterscheiden sich die Rennen? Worauf kommt es beim Radmarathon an?

Denn während Jedermannrennen oft von hoher Intensität, Attacken und Renndynamik geprägt sind, verlangen Radmarathons etwas anderes:

– lange Belastungsverträglichkeit
– konstante Leistung über viele Stunde
– effiziente Energieversorgung
– mentale Stabilität
– sauberes Pacing am Berg

Die gute Nachricht für dich! Wer bereits Rennen gefahren ist, bringt eine starke Grundlage mit. Jetzt geht es darum, die Form gezielt und spezifisch umzubauen.

Diese 5 Trainings brauchst du für deinen Radmarathon

1. Lange Grundlagenfahrten mit Höhenmetern
Der wichtigste Unterschied zum Jedermannrennen ist die Dauer.

Viele Radmarathons dauern zwischen 6 und 12 Stunden. Genau deshalb werden lange Einheiten jetzt entscheidend und zu deinem wichtigen “Partner”. Ziel ist nicht maximale Intensität, sondern ökonomisches Fahren über viele Stunden.

Unsere Empfehlung:
– 4–6 Stunden
– möglichst viele Höhenmeter
– gleichmäßiger Druck auf dem Pedal
– Fokus auf Ernährung und Pacing

Die langen Einheiten sind gleichzeitig die perfekte Generalprobe für den Wettkampftag.


2. Schwellenintervalle für lange Anstiege
Alpenmarathons werden selten durch explosive Spitzen entschieden, sondern durch die Fähigkeit, lange knapp unter und an der Schwelle zu fahren.

Besonders effektiv:
– 2 × 20 Minuten
– 3 × 15 Minuten
– oder lange Sweetspot-Blöcke

Diese Einheiten verbessern:
– Kletterfähigkeit
– Ermüdungsresistenz
– Tempohärte am Berg

3. Fahren unter Vorermüdung
Ein Klassiker für die Marathonvorbereitung sind 
lange Intervalle nach mehreren Stunden Fahrzeit.

Warum?
Weil genau dann die entscheidenden Momente im Radmarathon kommen.

Trainingseinheit Beispiel:
– 3 Stunden locker
– danach 2 × 20 Minuten bergauf im Schwellenbereich

So trainierst du, auch mit müden Beinen noch sauber Leistung abzurufen.

4. Ernährung im Training testen
Viele Athleten/innen verlieren ihren Radmarathon nicht wegen der Beine, sondern auch wegen der Energieversorgung.

Jetzt ist die Zeit, um zu testen (Fueling-Strategie):
– Wie viele Kohlenhydrate benötigen ich? 
Wie viele Kohlenhydrate verträgst du?
– Welche Gels funktionieren?
– Welche Getränke passen zu dir?
– Was funktioniert nach 5 Stunden noch?

Wichtigste Regel:
Je länger das Rennen, desto wichtiger wird die Ernährung.

5. Bergspezifische Belastungen trainieren
Wer einen Radmarathon fährt, sollte nicht nur Watt trainieren, sondern auch das Fahrgefühl am langen Berg.

Dazu gehören:
– niedrige Trittfrequenzen
– lange Anstiege
– gleichmäßiges Pacing
– Fahren im Sitzen
– Rhythmuswechsel am Berg

Gerade hier unterschätzen viele Athleten/innen die Spezifität der Vorbereitung.

Der Jaufenpass (Passo di Giovo) muss beim Ötzi bezwungen werden.

Der häufigste Fehler vor dem Radmarathon

Viele versuchen jetzt noch „Form aufzubauen“ und trainieren zu hart.

Doch genau jetzt gilt:
Die Grundlage ist gelegt. Jetzt geht es darum, spezifisch zu werden.

Mehr Intensität bedeutet nicht automatisch bessere Beine für 8 Stunden im Hochgebirge.

Oft bringen gezielte lange Belastungen deutlich mehr als das fünfte harte Intervalltraining pro Woche.


Unser Tipp: Nutze die Zeit für spezifische Vorbereitung

Genau dafür veranstalten wir vom 03. – 05.07. unser Bike Camp im Harz.

Dort arbeiten wir gezielt an:
– langen Anstiegen
– Pacing
– Ernährung
– Klettertechnik
– Marathon-spezifischen Belastungen
– Gruppenfahren in den Bergen

Der Harz bietet dafür perfekte Bedingungen:
Wir haben lange Anstiege, ruhige Straßen und genau das Terrain, das du für deinen Radmarathon brauchst.

Egal ob Ötztaler oder ein anderer Radmarathon, das Camp ist die ideale letzte große Vorbereitung.

Sportliche Grüße, 
Kenny

Fahrtechnik am Ruhetag im Ötztal Camp mit Coach Laurin.

Deine nächsten Schritte:

Sichere dir deinen Platz beim Bike Camp im Harz
03. – 05.07. | begrenzte Plätze HIER BUCHEN

Oder arbeite mit uns im Coaching an deiner Marathonform.

Mit individueller Trainingsplanung, persönlicher Betreuung und gezielter Vorbereitung auf dein Saisonhighlight. Denn Radmarathons gewinnt man nicht mit Zufall, sondern mit Struktur.

Drei Tage Harz! Unser Bike Camp zwischen Brocken, Wurmberg und Softeis!

Warum genau solche Trainingswochenenden dich besser machen!

Es sind nicht immer die großen Events, die dich nach vorne bringen. Oft sind es genau diese drei Tage am Stück, in denen einfach alles passt und du gut Form aufbauen kannst.

Genauso war unser Bike Camp im Harz.


Freitag: Ankommen, einrollen, einstellen

Der Start war genau so, wie er sein soll. Locker einrollen entlang der Bode Richtung Treseburg, warmes Frühlingswetter, alles ohne Stress und einfach erstmal ankommen. Nicht nur körperlich, sondern auch im Kopf.

Im Vorfeld haben wir einzelnen Teilnehmern die Leistungsdiagnostik gemacht und die Position auf dem Rad im Bikefitting optimiert. Das ist für mich ein zentraler Punkt!

Du kannst nur dann wirklich trainieren, wenn die Basis passt.

Wi waren 12 Teilnehmer und zwei Guides mit unterschiedlichen Levels und viel Motivation. Das war die  richtig gute Ausgangslage.

Abends ging es dann bei Forelle und typisch Harzer Küche in die Detailplanung der Königsetappe. Man hat gemerkt: alle hatten Bock.

Mit dem Hotel Gut Voigtländer hatten wir dazu die perfekte Base mit großen Zimmern, kurze Wege, genau das, was du nach einem langen Tag im Sattel brauchst.

Samstag: Die Königsetappe oder der Tag den jeder fürchtet 😉

Samstag ist der Tag, an dem du ehrlich zu dir sein musst. Wo auch körperliche und mentale Grenzen auf dich warten.

Über Wernigerode ging es Richtung Brocken. Beste Bedingungen, klare Sicht und vor allem: 24 Kilometer Anstieg und fast 1.000hm am Stück von Wernigerode bis rauf zum Brocken.

Das ist der Punkt, der den Harz so besonders macht. So lange Anstiege findest du nördlich der Alpen so gut wie nie. Und genau hier passiert Training wirklich.

Du lernst:
– dein Tempo zu kontrollieren
– sauber im Bereich zu fahren
– und nicht am Anfang zu überziehen

Oben haben wir uns kurz gesammelt und direkt weiter.

Nächster Punkt: Wurmberg.

Fast genauso hoch wie der Brocken, aber komplett anderer Charakter. Kürzer, steiler, härter.

Hier musste jeder arbeiten. Kein Verstecken, kein „ich rolle mal mit“. Genau solche Reize brauchst du.

Belastung + Atmosphäre = nachhaltiges Training und die richtige Mischung. Nach den harten Blöcken kam genau das, was oft unterschätzt wird, unsere Pause.

Kaffee in Braunlage, Kuchen, Gespräche und eine Pause zum runterkommen, Energie auffüllen. Das gehört genauso zum Training wie das Intervall.

Mit dem „Hexenritt“ Richtung Elend kam direkt der nächste Anstieg. 
Auch kurz, etwas weniger intensiv, genau richtig gesetzt.

Weiter über den Oberharz, Anstiege bei Tanne und Trautenstein, Eispause in Hasselfelde und dann zurück Richtung Blankenburg.

Mit einem letzten Stich an der Roßtrappe (die leichte Seite von Treseburg).

Am Ende: 150 km und 2600 Höhenmeter.

Das ist kein Zufallstraining. Das ist gezieltes und strukturiertes Belasten.

Sonntag: Müde Beine, aber klarer Kopf

Sonntag ist immer spannend. Die Beine sind schwer, aber genau dann zeigt sich, wie gut du die letzten Tage gearbeitest hast.

Bei 26 Grad ging es zur letzten Etappe über die Rappbodetalsperre Richtung Quedlinburg.

Und dann nochmal das, was zählt:
Die Roßtrappe mit 3,5 km und  im Schnitt 14 % steil.

Der letzte Anstieg des Camps.

Und genau hier haben alle nochmal alles rausgeholt.

85 km und 1400 Höhenmeter später war klar:
Das war ein stabiles Wochenende.


Was dieses Camp wirklich ausmacht

Es ist die Kombination der Strecke und der Gruppe.
– gezieltem Training im Gelände
– individueller Betreuung
– sportwissenschaftlichem Input
– und einer Gruppe, die gemeinsam besser werden will

Genau das bringt dich weiter.

Wenn du das selbst erleben willst

Unser im Juli:
03.-05. Juli im Harz (Berg) Link zur Anmeldung: Berg im Harz
31. Juli-09. August im Ötztal (Berg) Link zur Anmeldung: Ötztal
18.-20. September Harz (Saisonfinale) Link zur Anmeldung: Saisonfinale im Harz

Wenn du ein klares Ziel hast, wie den Ötztaler oder einen Alpenmarathon, dann sind unsere nächsten Camps genau dafür gemacht.

Fokus:
– lange Anstiege effizient fahren
– Pacing unter realen Bedingungen
– gezielte Bergintervalle

Das ist kein „einfach nur fahren“.
Das ist Vorbereitung, die wirkt.


Coaching: die richtige Struktur statt Training mit Zufallsprinzip

Ein Camp bringt dich weiter. Aber der größte Fortschritt kommt durch Kontinuität.

Wenn du dein Training wirklich auf das nächste Level bringen willst:

Individuelles Coaching
Klare Struktur statt „ich fahr einfach dran los“
Wissenschaftlich fundiert und auf deinen Alltag individuell abgestimmt


Mein Fazit

Drei Tage Harz.
Viele Höhenmeter.
Noch mehr Entwicklung.

Und am Ende genau das, worum es geht: Nicht einfach nur fahren, sondern wieder ein Stück besser werden.

Sportliche Grüße und danke fürs lesen,
Kenny

Willkommen im Coaching-Team: Noah Balgenorth

Willkommen im Coaching-Team: Noah Balgenorth

Zum 01. April verstärkt Noah Balgenorth unser Coaching-Team und wir freuen uns sehr, ihn an Bord zu haben.

Noah bringt nicht nur sportwissenschaftliches Know-how mit, sondern steht selbst aktiv im Wettkampfgeschehen. Genau diese Kombination macht ihn als Coach so wertvoll. Er versteht nicht nur die Theorie, sondern lebt den Radsport jeden Tag.

Im neuen Blog stellt sich Noah vor, wie er zum Radsport gekommen ist und wie ein Tag bei ihm aussieht. Viel Spaß beim lesen und wenn ihr Fragen zu Noah habt, dann immer her damit.


Wer ist Noah?

Mein Name ist Noah Balgenorth, ich bin 21 Jahre alt und komme aus Hannover. Seit 2024 studiere ich Sportwissenschaft & Training und bin parallel als aktiver Rennfahrer unterwegs.

Mein Fokus liegt mittlerweile auf Gravelrennen, nachdem ich zuvor viele Jahre auf der Straße und im Cyclocross aktiv war. Vom Nachwuchsbereich bis hin zu Bundesliga-Rennen in der U19 habe ich den klassischen Weg im Leistungssport durchlaufen. Zum Übergang in die U23 habe ich meinen Platz beim Graveln gefunden.

Wie alles begann

Meine ersten Berührungspunkte mit dem Radsport hatte ich mit 12 Jahren und ganz unspektakulär bei einer gemeinsamen Fahrt mit meinem Vater zur Eisdiele.

Was als kleine Ausfahrt begann, wurde schnell zu einer echten Leidenschaft. Kurz darauf folgte das erste Rennrad und wenig später mein erstes Rennen in der U15.

Ab da war klar, das ist mehr als nur ein Hobby für mich.


Was mich am Radsport begeistert

Radsport bedeutet für mich vor allem Freiheit.

Draußen unterwegs zu sein, neue Orte zu entdecken und Erlebnisse mit dem Sport zu verknüpfen und das ist etwas ganz Besonderes. Gleichzeitig ist die Community einzigartig. Man trifft immer wieder bekannte Gesichter, egal wo man startet.

Was mich aber am meisten reizt, ist die Entwicklung der eigenen Leistungsfähigkeit. Immer wieder an die eigenen Grenzen zu gehen und zu sehen, wie sich diese durch gezieltes Training verschieben und genau das motiviert mich jeden Tag aufs Neue.


Warum Sportwissenschaft?

Mein Studium habe ich begonnen, weil ich verstehen wollte, was im Körper während sportlicher Leistung eigentlich passiert und vor allem, wie man diese Prozesse gezielt verbessern kann.

Dieses Wissen gebe ich heute direkt an meine Athletinnen und Athleten weiter. Es begeistert mich, Menschen auf ihrem Weg zu begleiten und gemeinsam Fortschritte sichtbar zu machen.


So sieht ein typischer Tag bei mir

Mein Tag startet gegen 8 Uhr und natürlich mit einem Kaffee.

Danach geht es direkt in die Arbeit mit meinen Athleten:
– Trainingspläne erstellen
– Feedback geben
– Wettkampfstrategien entwickeln

Gegen späten Vormittag folgt dann meine eigene Trainingseinheit, was meist 3–4 Stunden auf dem Rad sind, am liebsten im Gelände.

Nach der Einheit heißt es  Regeneration einleiten, Speicher auffüllen und anschließend stehen Uni-Aufgaben (Lernzettel, Vorlesung nacharbeiten) auf dem Plan.

Der Abend gehört dann der Erholung, wo ich frisch koche,  bevor es am nächsten Tag wieder von vorne losgeht.

Ich freue mich auf eine spannende Zeit mit Sporformacne und freue mich auch euch kennenzulernen.

Sportliche Grüße,
Euer Noah

Wenn ihr noch mehr über Noah erfahren wollte, dann checkt gerne sein Profil auf PCS (ProCyclingStats): https://www.procyclingstats.com/rider/noah-balgenorth/2026

Starte jetzt mit Noah ins Coaching

Mit Noah erweitern wir unsere Coaching-Kapazitäten und du hast jetzt die Chance, direkt mit ihm zu arbeiten.

Egal ob du:

– deine Leistung gezielt steigern willst
– strukturiert trainieren möchtest
– oder dich optimal auf Wettkämpfe vorbereiten willst

Noah unterstützt dich mit individuellem Coaching und persönlicher Betreuung.

Jetzt Platz sichern & Anfrage stellen:
[Hier Coaching anfragen]

1100 Kilometer quer durch Deutschland! Warum Erik beim Race Across Germany an seine Grenzen geht.

Einleitung

1100 Kilometer auf dem Rad. Kaum Schlaf. Stundenlange Einsamkeit in der Nacht. Und dennoch ein klares Ziel vor Augen.

Mit dem Race Across Germany stellt sich Erik einer der härtesten Herausforderungen im deutschen Radsport.

Was ihn antreibt, ist nicht nur die sportliche Leistung. Es ist der Wunsch, die eigenen Grenzen kennenzulernen, Verantwortung zu übernehmen und etwas zurückzugeben. Unterstützt von seinem Team und begleitet durch strukturiertes Coaching bereitet er sich auf ein Rennen vor, das körperlich wie mental alles abverlangt.

Dieses Interview gibt einen ehrlichen Einblick in Eriks Motivation, seine größten Respektpunkte und zeigt, warum große Ziele fast nie allein erreicht werden.

Erik, du stellst dich mit dem Race Across Germany einer extremen Herausforderung. Was hat dich motiviert, dieses 1100 km lange Rennen in Angriff zu nehmen?

Mich motiviert vor allem mein Team. Zu wissen, dass Menschen hinter mir stehen und an mich glauben, gibt mir enorm viel Energie, besonders dann, wenn es hart wird. Gleichzeitig ist dieses Rennen eine ganz bewusste Herausforderung an mich selbst. Ich möchte herausfinden, wozu ich wirklich fähig bin, wenn es körperlich und mental extrem wird.

Und natürlich treibt mich auch der gute Zweck für die Kinder an. Für sie zu fahren, gibt dem Ganzen eine viel tiefere Bedeutung. Jeder einzelne der 1100 Kilometer fühlt sich dadurch sinnvoll an und genau das macht dieses Projekt für mich so besonders.

Welche Aspekte reizen dich besonders und wo hast du den größten Respekt?

Mich reizt vor allem die Kombination aus körperlicher und mentaler Belastung. Genau diese Extreme machen für mich den Reiz eines Rennens wie dem Race Across Germany aus. Es geht nicht nur darum, konstant Leistung zu bringen, sondern auch dann einen klaren Kopf zu bewahren, wenn die Müdigkeit einsetzt.

Respekt habe ich vor allem davor, mir zu viel auf einmal vorzunehmen, gerade zu Beginn nicht zu überziehen und meine Kräfte klug einzuteilen. Und die Nachtfahrten sind definitiv nicht ohne. Müdigkeit, Dunkelheit und Einsamkeit fordern einen auf eine ganz eigene Art heraus.

Für welchen Zweck engagierst du dich und warum?

Wir fahren für den Bunter Kreis Münsterland. Mit den 1100 Kilometern möchten wir eine wichtige Botschaft nach außen tragen. Wie wertvoll und unverzichtbar die Arbeit des Bunten Kreises ist.

Der Bunte Kreis begleitet Familien mit schwer oder chronisch kranken Kindern in einer extrem herausfordernden Lebensphase und genau dieses Engagement verdient Aufmerksamkeit und Unterstützung. Deshalb gehen alle gesammelten Spenden zu 100 % an den Bunten Kreis Münsterland.

Für mich bekommt das Rennen dadurch eine viel tiefere Bedeutung. Jeder Kilometer steht auch für Hoffnung, Unterstützung und Zusammenhalt.

Du wirst im Coaching von Laurin begleitet. In welchen Bereichen hat dich das Coaching bisher am meisten unterstützt?

Das Coaching durch das Team Sporformance ist für mich eines der wichtigsten Elemente in der Vorbereitung. Ich schätze besonders die große Erfahrung von Laurin, Sebastian und Kenny.  Jeder bringt seine eigene Perspektive und Kompetenz mit ein.

Laurin als mein persönlicher Coach kennt mich mittlerweile sehr gut. Dadurch kann er mich nicht nur gezielt im Training steuern, sondern mich auch mental unterstützen, motivieren und optimal auf das Rennen vorbereiten. Diese individuelle Betreuung gibt mir Struktur, Sicherheit und Vertrauen in den gesamten Prozess.

Was geht dir durch den Kopf, wenn du dir vorstellst, nach über 1100 km die Ziellinie zu überqueren?

Ich glaube, meine Gedanken werden in diesem Moment sehr klar sein. Nach über 1100 Kilometern zählt am Ende nur noch dieser eine Augenblick. Anzukommen.

Ich wünsche mir, dass mein Team, meine Familie und all die Menschen, die dieses Projekt begleiten, diesen Moment gemeinsam mit mir erleben und genießen können. Ohne sie wäre das alles nicht möglich gewesen.

Da wird ganz viel Dankbarkeit sein, für die Unterstützung, für jede einzelne Spende und für alle, die an mich geglaubt haben.

Und ganz ehrlich… Neben der Erleichterung kommt wahrscheinlich ziemlich schnell schon der erste Gedanke an das nächste Projekt 😂

Welche Learnings aus diesem Projekt nimmst du schon jetzt mit für den Sport und für dein Leben abseits des Rads?

Ein großes Learning ist für mich, wie viele besondere Begegnungen durch dieses Projekt entstehen. Wir kommen mit Menschen ins Gespräch, die wir ohne das Projekt Erik1100km vielleicht nie kennengelernt hätten und genau diese Begegnungen verändern den Blickwinkel aufs Leben.

Man merkt, wie viel Kraft in gemeinsamen Zielen steckt und wie sehr Perspektiven wachsen, wenn man sich austauscht.

Und vor allem habe ich gelernt: Als Team ist mit der richtigen Unterstützung unglaublich viel möglich. Was allein vielleicht unmöglich wirkt, wird gemeinsam realistisch.

Erik vielen Dank für deine Zeit und das Interview!

Große Ziele beginnen selten mit perfekten Voraussetzungen. Sie beginnen mit einer Entscheidung.

Wenn du selbst ein sportliches Ziel hast, egal ob Langdistanz, Etappenrennen, Jedermannrennen oder persönlicher Meilenstein und dir dabei Struktur, Klarheit und ehrliches Feedback wünschst, dann ist individuelles Coaching für Dich der entscheidende Unterschied.

Bei Sporformance begleiten wir Athlet/innen genau dort, wo es zählt:
– mit einem klaren Trainingsplan
– persönlicher Betreuung
– einem Prozess, dem du vertrauen kannst

Bereit für dein nächstes Ziel?
Dann melde dich bei uns und lass uns gemeinsam herausfinden, was für dich möglich ist!

Sportliche Grüße,
Coach Kenny

Radbekleidung in der Übergangszeit. So kleidest du dich im Frühjahr richtig!

***UPDATE: 24.02.2026***

Der Winter zieht sich zurück. Zeit für die Übergangszeit auf dem Rad

Es ist Zeit, dass wir diesen Blog aus dem Herbst noch einmal mit euch teilen.
Der Winter ist auf dem Rückzug und mit der ersten richtig milden Woche in diesem Jahr wird es viele von euch wieder zurück auf die Straßen ziehen. Wer hat es nicht vermisst?

Die Rolle und das Indoortraining dürfen jetzt erstmal Pause machen. Die Sonne lacht, die ersten Frühblüher stehen in den Startlöchern und die Motivation für draußen steigt spürbar. Gleichzeitig bringt genau diese Jahreszeit auch ihre typischen Herausforderungen mit sich. Kühle Temperaturen am Morgen, milde Nachmittage, Wind und oft die Unsicherheit, was man auf dem Rad am besten anziehen soll.

Damit du in der Übergangszeit nicht in die bekannte
„Ich schwitze zu stark“ oder „Ich habe zu wenig an“ Situation kommst, haben wir für dich einen kleinen Guide erstellt. Darin zeigen wir dir, bei welchen Temperaturen du dich sinnvoll kleidest, wie du das Zwiebelprinzip richtig nutzt und welche Kombinationen sich in der Praxis bewährt haben.

Viel Spaß mit dem neuen/alten Blog und einen starken Start in die Outdoor-Saison!

Sportliche Grüße
Dein Coach Kenny

Hier geht’s zur Sporformance-Kollektion: Jetzt entdecken

Die richtige Radbekleidung in der Übergangszeit. Wir zeigen dir wie du warm, trocken und leistungsfähig bleibst!

Wenn der Sommer sich verabschiedet, wird das Radfahren zur kleinen Herausforderung. Morgens ist es frisch, mittags warm, und abends weht oft ein kalter Wind. Genau jetzt ist die richtige Bekleidung entscheidend, um nicht zu frieren oder zu überhitzen.
Viele Athlet/innen kennen das Problem. Am Start ist es kühl, man zieht sich zu dick an, schwitzt und kühlt nach der Einheit schnell aus. In der Folge droht der sogenannte „Open-Window-Effekt“. Das Immunsystem ist nach der Belastung geschwächt und anfälliger für Erkältungen.

Damit du in der Übergangszeit richtig gekleidet bist, erklären wir dir, worauf es ankommt und wie du mit dem Zwiebelprinzip und unserer neuen Sporformance-Kollektion optimal durch Herbst und Frühwinter kommst.

Hier kommt ihr zum Bestellformular für unsere Übergangskollektion: Zum Formular! Bestellung bis 31.03.2026!

Kühl war es auch die ersten Tage bei unserem Trainingslager im Ötztal.

Das Zwiebelprinzip – die Basis für cleveres Bekleiden

Das Zwiebelprinzip bedeutet mehrere dünne Schichten statt einer dicken. Der Vorteil dabei ist jede Lage hat eine Funktion z.B. Feuchtigkeit abtransportieren, Wärme speichern oder Wind abhalten. So bleibst du trocken und kannst bei Bedarf einfach eine Schicht öffnen oder ausziehen.

Ein Beispiel:
Du startest bei 12 °C mit einem kurzen Trikot, Armlingen und der Weste. Bergauf öffnest du den Reißverschluss, um Hitze entweichen zu lassen, bergab schützt die Weste wieder vor Fahrtwind. So bleibst du warm, aber nicht nassgeschwitzt.

Wichtig: Achte darauf, dass die innerste Schicht eng anliegt und Schweiß schnell aufnimmt. Eine nasse Basisschicht ist der häufigste Grund für Auskühlung.

Accessoires: Kleine Helfer, große Wirkung

In der Übergangszeit machen Accessoires oft den entscheidenden Unterschied. Ein Bufftuch schützt Nacken und Hals, kann bei Bedarf über Mund oder Ohren gezogen werden. Eine dünne Mütze unter dem Helm verhindert Wärmeverlust über den Kopf und passt in jede Trikottasche, wenn es wärmer wird. Armlinge und Beinlinge sind das perfekte Tool, um spontane Temperaturänderungen abzufangen. Auch Handschuhe und Überschuhe sorgen für Komfort: kalte Hände und Füße bedeuten meist das frühe Ende einer Einheit.

Unser Tipp: Lieber etwas zu viel dabeihaben – Armlinge und Buff wiegen kaum etwas, können aber den Unterschied zwischen Wohlfühlen und Frieren ausmachen.

Mallorca im Frühjahr wartet immer mit warmen Temperaturen. Auf den Bergen ist die Weste immer dabei.
Macht auch im Winter einen guten Job. Unser Langarmtrikot und Hose!

Szenario 1 – Temperaturen über 10 °C: milde Herbsttage

Typisch für den Süden Deutschlands: sonnige Tage mit 12–18 °C, trockene Straßen, aber frischer Wind.
Hier zählt Flexibilität.

Unsere Empfehlung für das Setup:
– Kurzes Trikot
– Armlinge
– Kurze Bibshort
– Beinlinge (je nach Kälteempfinden)
– Weste als Windschutz
– Leichte Handschuhe
– Bufftuch oder dünne Mütze
– Funktionssocken

Diese Kombination hält dich beim Start warm, ist aber flexibel genug, wenn die Sonne mittags herauskommt. Die Sporformance Weste ist dabei der Schlüssel. Sie schützt vor Wind, ist extrem leicht und lässt sich klein verpacken. Sie ist ideal für variable Bedingungen.

Szenario 2 – Temperaturen unter 10 °C: kühle Mittelgebirge und feuchte Luft

Wenn der Herbst im Mittelgebirge Einzug hält, wird das Wetter unbeständiger bei 5–10 °C, Nebel, Wind und gelegentlicher Nieselregen. Jetzt gilt: warm, aber atmungsaktiv.

Unsere Empfehlung für das Setup:
– Langes Trikot
– Funktionsunterhemd (langärmelig, atmungsaktiv)
– Lange Bibshort
– Weste oder bei Nässe eine leichte Regenjacke
– Bufftuch oder Thermomütze unter dem Helm
– Thermohandschuhe
– Überschuhe
– Warme Socken

Das Sporformance Langarmtrikot sorgt dank seiner windabweisenden Front und atmungsaktiven Materialien für genau die richtige Balance aus Schutz und Temperaturregulation.
Die Stoffe stammen vom spanischen Hersteller Gobik, der auch im Profisport, etwa bei der Tour de France, zum Einsatz kommt. Damit profitierst du von Materialien, die unter echten Wettkampfbedingungen entwickelt wurden.

Achte vor allem bei Abfahrten auf ausreichenden Windschutz – und zieh dich nach der Einheit sofort trocken um, um den Open-Window-Effekt zu vermeiden.

Im Frühjahr lockt der Harz mit ersten milden Temperaturen.

Fazit: Gut gekleidet bleibt länger gesund

Die Übergangszeit verlangt nach Flexibilität und das gelingt am besten mit Schichten, die du anpassen kannst.
Plane deine Bekleidung so, dass du beim Start leicht fröstelst. Nach wenigen Minuten im Sattel erreichst du die optimale Betriebstemperatur. Und wenn du dich einmal unsicher fühlst nimm lieber eine Weste mehr mit als eine Jacke zu wenig.

Unsere neue Sporformance-Kollektion bietet dir alles, was du für die Übergangszeit brauchst von kurz bis lang, von atmungsaktiv bis winddicht.

Entwickelt in Spanien von Gobik, getestet im Training, getragen mit Performance-Anspruch.

Hier geht’s zur neuen Sporformance-Kollektion: Jetzt entdecken


Unsere Übersicht: für verschiedene Temperaturen

TemperaturEmpfohlenes OutfitAccessoires
15 °CKurzarmtrikot + Armlinge + Weste + kurze HoseLeichte Handschuhe, Buff, Funktionssocken
10 °CLangarmtrikot + Weste + BeinlingeBuff, dünne Mütze, leichte Handschuhe
5 °CLangarmtrikot + lange Hose + Weste oder RegenjackeThermohandschuhe, Überschuhe, warme Socken, Buff

Sportliche Grüße,
Kenny

So groß ist der Leistungsunterschied zwischen Indoor- und Outdoor-Training

So groß ist der Leistungsunterschied zwischen Indoor- und Outdoor-Training

Viele Athlet/innen von euch kennen das Problem:
Draußen fühlen sich 300 Watt „machbar“ an und auf der Rolle werden daraus plötzlich 270 oder weniger. Entsprechend häufig hören wir im Coaching die Frage:

„Warum bekomme ich meine Outdoorleistung indoor einfach nicht umgesetzt?“

Die kurze Antwort ist Weil Indoorleistung und Outdoorleistung nicht direkt vergleichbar sind. Die lange Antwort, inklusive Studienlage und eigenem Praxistest bekommst du in diesem Artikel.

Der Schweiß fliest und Indoor wird alles gegeben!

Der Leistungsunterschied von 8–10 % völlig normal.

Aus Coachingsicht kann ich dich erst einmal beruhigen. Ein Leistungsunterschied von etwa 8–10 % zwischen draußen und drinnen ist absolut üblich.

Ein Beispiel:
– 200 Watt draußen
– fühlen sich indoor eher wie 180–185 Watt an

Das ist kein Zeichen von schlechter Form, mangelnder Motivation oder falschem Training, sondern hat physikalische und physiologische Gründe.

 

Warum ist Indoor-Training anstrengender?

1. Permanente Belastung (kinetische Energie). Indoor trittst du ohne echte Entlastungsphasen:
– kein Rollen zur Kreuzung
– kein Kurvenfahren, wo du rausnimmst
– kein kurzes Aussetzen der Pedale

Gerade im ERG-Modus gibt die Rolle den Widerstand vor und du musst permanent Leistung bringen.
Draußen entstehen dagegen automatisch kleine Pausen („Junk Miles“), selbst bei ambitionierten Ausfahrten.

Das Ergebnis ist eine höhere metabolische Dauerbelastung indoor.

2. Fehlende Thermoregulation Der zweite große Faktor ist die Kühlung. Auch mit mehreren Ventilatoren lässt sich der echte Fahrtwind draußen nicht simulieren.
Die Folge:
– steigende Körperkerntemperatur
– höhere Herzfrequenz
– schnelleres Ermüden

Selbst bei optimalen Bedingungen (18 °C im Raum) fehlt der entscheidende Kühlfaktor.

3. Weniger Positionswechsel. Indoor sitzen viele Athleten/innen fast durchgehend.
– kein Wiegetritt
– kein Druckwechsel
– kaum Variation der Muskelaktivierung

Draußen, vor allem am Berg oder bei intensiven Abschnitten, wird deutlich häufiger im Stehen gefahren. Auch das reduziert subjektiv die Belastung.

Passender Abschnitt für den Outdoorvergleich ist die Rosstrappe bei Thale mit stabilen Steigungswerten!

Was sagt die Wissenschaft? Die Studie von Lipski (2022)
Eine sehr spannende Studie von Elliot Lipski (2022) hat genau diesen Vergleich untersucht.

Studiendesign:
– 14 männliche Profi-Radfahrer (UCI-Niveau)
– Ø Alter: 20,9 Jahre
– Ø Gewicht: 68,1 kg
– 2 Indoor-Tests, 2 Outdoor-Tests
– innerhalb von 14 Tagen

Zentrales Ergebnis:
Outdoor-Leistung war bei allen Athleten höher als Indoor-Leistung. Der Leistungsunterschied lag, je nach Belastungsdauer, bei 5 bis 10 %.

Besonders interessant:
– kurze Belastungen (1–3 Minuten) geringe Abweichungen
– längere Belastungen (14–25 Minuten) deutlich größere Unterschiede
– teilweise 40–50 Watt Differenz

Je länger die Belastung, desto größer wird also die Differenz.

Mein eigener Praxistest: Indoor vs. Outdoor
Um das Ganze nicht nur theoretisch zu betrachten, habe ich selbst einen Vergleichstest durchgeführt:
– 60 Sekunden All-Out
– 180 Sekunden All-Out
– einmal indoor, einmal outdoor

Ergebnisse 60 Sekunden:
– Indoor: 487 Watt
– Outdoor: 503 Watt
→ +3,3 % outdoor

Ergebnisse 3 Minuten:
– Indoor: 331 Watt
– Outdoor: 345 Watt
→ klarer Unterschied zugunsten draußen

Vergleicht man zusätzlich meine Saisonbestleistung, wird der Effekt noch deutlicher.

3-Minuten-PB Outdoor: 381 Watt → Indoor-Test: 331 Watt → minus 15 % Unterschied

Auch hier bestätigt sich je länger die Belastung, desto größer der Leistungsunterschied.

Was heißt das für dein Training?

1. FTP und Zonen Indoor anpassen. Gerade im hohen Intensitätsbereich (VO₂max, Schwelle, lange Intervalle) solltest du:
– Indoor-FTP ggf. 3–5 % reduzieren
– Leistungszonen separat für indoor definieren

Im Grundlagenbereich (L1–L3) passt das meist noch gut, darüber hinaus oft nicht mehr.

2. Qualität vor Ego. Viele Athleten/innen versuchen krampfhaft, ihre Outdoor-Werte auch Indoor zu „erzwingen“.
Das führt häufig zu:
– abgebrochenen Intervallen
– Frust
– sinkender Trainingsqualität

Lieber etwas weniger Watt, dafür saubere Einheiten.

3. Es gibt auch Ausnahmen. Ja, es gibt Athleten/innen, die indoor bessere Werte fahren als draußen. Dann sollte man genau hinschauen:
– Kalibrierung der Leistungsmesser
– äußere Bedingungen outdoor
– mentale Faktoren (Ablenkung vs. Laborbedingungen)

Kurz bevor die Lichter ausgehen 🙂 All-Out ist immer eine Grenzbelastung.

Fazit: Indoor ≠ Outdoor und das ist völlig okay. Indoor- und Outdoor-Training haben beide ihre Berechtigung.

Outdoor:
– natürliche Bewegungsabläufe
– höhere Maximalleistungen
– Motivation durch Umgebung & Gruppe

Indoor:
– maximale Kontrolle
– hohe Trainingsqualität
– unabhängig von Wetter & Verkehr

Eine Leistungsdifferenz von 8–10 % indoor ist normal und kein Grund zur Sorge.

Wenn du diese Unterschiede akzeptierst und dein Training entsprechend anpasst, holst du aus beiden Welten das Maximum heraus.


Du möchtest deine Indoor- und Outdoor-Leistung gezielt aufeinander abstimmen und endlich konstante Fortschritte sehen?
Dann unterstütze ich Dich gemeinsam mit Laurin und Sebastian in unserem 1:1 Athleten Coaching mit individueller Trainingsplanung, persönlichem Feedback und klarer Struktur statt Rätselraten. Alle Infos zum Coaching findest du HIER wir freuen uns auf dich im Team. 


Sportliche Grüße,
Coach Kenny

 

Training über die Feiertage – So nutzt Du deine Zeit richtig!

Training über die Feiertage! Wie du die Weihnachtswoche sinnvoll für deine Saison 2025 nutzt! Egal wie viel Zeit du hast.

Die Weihnachtszeit stellt viele Ausdauerathlet/innen jedes Jahr vor dieselbe Frage:
Trainieren oder regenerieren? Struktur oder einfach nur irgendwie bewegen?

Aus trainingswissenschaftlicher Sicht ist die Antwort differenziert. Die Tage zwischen den Jahren sind weder „verlorene Zeit“ noch automatisch die perfekte Phase für Höchstform. Richtig genutzt, können sie jedoch einen wichtigen Baustein für deine Grundlage im neuen Jahr darstellen. Das ist abhängig von deinen zeitlichen und sozialen Rahmenbedingungen.

Im Folgenden zeige ich zwei typische Szenarien und gebe dir eine klare Anleitung für die Weihnachtswoche.

Grundprinzip: Weihnachten ist kein Sonderfall im Training

Zunächst ein wichtiger Punkt:
Der Körper kennt keine Feiertage. Anpassungen entstehen durch Belastung, Erholung und Kontinuität und nicht durch Kalenderwochen.

Die Weihnachtswoche eignet sich deshalb entweder
– für einen gezielten Volumenreiz oder
– für eine ökonomische Erhaltung bzw. leichte Weiterentwicklung deiner Leistungsfähigkeit

Beide Varianten sind sinnvoll, wenn es zu deiner Lebensrealität passt.

Ab in den Wald! Das Training im Gelände schafft Abwechslung zum Alltag auf der Straße!

Athlet A: Viel Zeit! Nutze deine Zeit bewusst für Volumenblock zur Festigung der Grundlage.

Du hast zwischen den Feiertagen viel Zeit, wenig Verpflichtungen und kannst dein Training flexibel gestalten? Dann ist diese Woche prädestiniert für einen ruhigen Volumenblock.

Ziel
– Erhöhung des aeroben Trainingsumfangs
– Verbesserung der mitochondrialen Dichte
– Festigung der Fettstoffwechselkapazität

Kurz gesagt: Grundlage legen und nicht Form erzwingen.

Trainingscharakter
– Hoher Anteil an niedrigintensivem Training (Leistungszone 1–2 bei z.B. 60-75% vom FTP)
– Lange, gleichmäßige Einheiten
– Geringe bis moderate Intensität
– Fokus auf Umfang, nicht auf Härte

Ein Konzept wie „Festive 500“ (500km zwischen Heiligabend und Silvester) kann hier sehr gut passen. Die Voraussetzung:  Du bringst bereits eine solide Basis mit.

Beispielhafte Umsetzung
– 4–6 Trainingstage
– 2–3 längere Einheiten (3–4 h Rad oder entsprechende Kombinationen)
– Optional: ein moderates Schwellen- oder Tempointervall zur muskulären Aktivierung
– Bewusst keine hochintensiven VO₂max-Reize

Wichtig:
Mehr Training bedeutet nicht automatisch mehr Anpassung. Schlaf, Ernährung und aktive Regeneration entscheiden darüber, ob dieser Block wirkt oder nur Ermüdung erzeugt.

Athlet B: Wenig Zeit, aber eine klare Prioritäten. Effektives Training trotz Familie, Arbeit und Verpflichtungen.

Viele Athlet/innen erleben die Weihnachtszeit genau gegenteilig. Die Familie, Kinder, soziale Termine, Bereitschaftsdienst oder Arbeit lassen kaum Trainingszeit zu.

Die gute Nachricht: Auch mit wenig Zeit kannst du sinnvoll trainieren.

Ziel
– Erhalt der aeroben Leistungsfähigkeit
– Setzen gezielter Reize mit minimalem Zeitaufwand
– Kein zusätzlicher Stress durch unrealistische Pläne

Trainingscharakter
– 2–4 kurze, strukturierte Einheiten
– Klare Intensitätsverteilung
– Qualität vor Quantität

Beispielhafte Umsetzung
– 2 intensive Kerneinheiten (z. B. Schwelle oder VO₂max, 45–60 min)
– 1 lockere Einheit zur Durchblutung und Regeneration
– Optional: Krafttraining oder Athletik (20–30 min)

Studien zeigen klar:
Gezielte hochintensive Reize können bei begrenzter Zeit einen Großteil der Leistungsfähigkeit erhalten und teilweise sogar verbessern.

Entscheidend ist nicht die perfekte Woche, sondern Kontinuität ohne mentalen Druck!

Laurin ist Kandidat für Variante 1. Volumen und Stunden werden gesammelt bei Wind & Wetter.

Was du in beiden Fällen vermeiden solltest

Unabhängig vom Szenario gilt:

  • ❌ Training „zwischen Tür und Angel“ ohne Plan
  • ❌ Zu hohe Intensität bei gleichzeitigem Schlaf- und Ernährungsdefizit
  • ❌ Schuldgefühle bei verpassten Einheiten

Weihnachten ist kein Leistungsnachweis, sondern ein Baustein im gesamten Trainingsprozess.

Fazit: Dein Training sollte zu deinem Leben passen und nicht umgekehrt

Die Weihnachtswoche kann:
– ein sinnvoller Volumenblock sein
– oder eine effiziente Erhaltungsphase

Beides bringt dich weiter und wenn es strukturiert geplant ist.

Genau hier liegt der Unterschied zwischen „irgendwie trainieren“ und gezielt vorbereiten.

👉 Deine nächsten Schritte

Wenn du:
– unsicher bist, welcher Ansatz für dich aktuell sinnvoll ist
– einen individuellen Plan für die Feiertage möchtest
– oder langfristig strukturiert und stressfrei trainieren willst

👉 Dann ist unser Coaching der nächste logische Schritt.

Wir unterstützen dich mit:
– individueller Trainingsplanung (auch bei wenig Zeit)
– persönlichem Austausch im 1:1 Coaching
– klarer Struktur statt Trainingschaos

Melde dich jetzt hier bei uns und starte vorbereitet ins neue Jahr, statt im Januar wieder von vorne zu beginnen.

Sportliche Grüße, Kenny

Mallorca oder Teneriffa – Welches Bike Camp passt zu dir?

Mallorca oder Teneriffa: Welches Bike Camp passt zu dir?

Mallorca oder Teneriffa? Entdecke die Unterschiede, Vorteile und Highlights beider Trainingslager und finde heraus, welches Camp perfekt zu deinem Saisonstart passt.

Warum ein Bike Camp für dich der perfekte Saisonstart ist

Du willst 2026 richtig durchstarten? Dann ist ein Bike Camp genau das Richtige für dich. Während zuhause noch Regen, Kälte und Dunkelheit den Trainingsalltag erschweren, rollst du auf Mallorca oder Teneriffa schon unter der Sonne über perfekte Straßen. Ein Trainingslager gibt dir die Möglichkeit, kilometerweit im Sattel zu sitzen, dich von der Gruppe mitziehen zu lassen und mit einem fetten Grinsen im Gesicht abends ins Hotel zurückzukommen.

Die Abfahrt nach Sa Calobra (Mallorca) wartet mit bestem Panorama und auf dem Rückweg 10km mit 710hm!

Mallorca Bike Camp – der Klassiker mit mediterranem Flair

Mallorca ist das Herzstück des europäischen Radsports. Stell dir vor: Du fährst am Meer entlang, die Sonne scheint dir ins Gesicht, der Duft von Orangenblüten liegt in der Luft. Und dann wartet sie die legendäre Abfahrt und die Serpentine von Sa Calobra.

Deine Vorteile auf Mallorca
– Vielfalt pur: Flache Küstenstraßen, sanfte Hügel und Gebirgsanstiege
– Mediterrane Atmosphäre: Mandelblüte, Orangenhaine und kleine Bergdörfer
– Optimale Reisezeit: Ab März kannst du bei mildem Klima trainieren
– Radfahrer-Paradies: Hotels, Cafés und Infrastruktur speziell für dich

Mallorca passt zu dir, wenn du im Frühjahr die Basis für deine Saison legen und gleichzeitig Urlaubsfeeling genießen möchtest.

Mallorca Bike Camp: Hier geht’s zur Anmeldung

Teneriffa Bike Camp – Training zwischen Vulkanen und Wolken

Teneriffa ist intensiver. Hier heißt es längere Anstiege, mehr Höhenmeter, mehr Abenteuer. Während andere im Januar noch die Rolle im Keller treten, fährst du schon durch subtropische Täler, vorbei an Bananenplantagen und irgendwann geht’s rauf, hoch bis auf über 2.000 Meter Höhe am Teide. Oben angekommen blickst du über die Wolken. Unvergesslich.

Deine Vorteile auf Teneriffa
– Lange Klettereinheiten: Perfekt, wenn du deine Ausdauer stärken willst
– Spektakuläre Natur: Vulkanlandschaft, Pinienwälder und Hochplateaus
– Ganzjährig Sonne: Optimale Bedingungen mitten im Winter
– Höhenmeter satt: Anspruchsvolles Training für ambitionierte Fahrer:innen
– Teneriffa passt zu dir, wenn du schon früh im Jahr Kilometer und Höhenmeter sammeln willst und keine Angst vor langen Anstiegen hast.

Mallorca vs. Teneriffa – der direkte Vergleich

KriteriumMallorca 🚴‍♂️Teneriffa 🚵‍♀️
ReisezeitFrühjahr (März–Mai)Winter (Jan–Feb)
SchwerpunktGrundlagen + AbwechslungGrundlagen + Höhenmeter
TopografieFlach, hügelig, GebirgeVor allem bergig, lange Anstiege
AtmosphäreMediterran, entspanntSpektakulär, rau, intensiv
Ideal fürEinsteiger & FortgeschritteneFortgeschrittene & Ambitionierte

Fazit: Beide Camps bringen dich voran
– Mallorca schenkt dir mediterranes Lebensgefühl, abwechslungsreiche Routen und legendäre Anstiege.
– Teneriffa fordert dich mit langen Kletterpassagen, spektakulärer Natur und besten Bedingungen mitten im Winter.

Egal, wofür du dich entscheidest: In beiden Camps erwarten dich eine Woche voller Training, Spaß, Gemeinschaft und Coaching und du kommst deinem Saisonhöhepunkt garantiert näher.

Dein Platz im Bike Camp wartet!

Mallorca Bike Camp: 14.03. – 21.03.2026 und 21.03. –28.03.2026 Hier geht’s zur Anmeldung
Teneriffa Bike Camp: 31. Januar – 07. Februar 2026 Hier geht’s zur Anmeldung
Die Plätze sind limitiert also sichere dir rechtzeitig deinen Start in die Saison!

Sportliche Grüße, Kenny

Die richtige Radbekleidung in der Übergangszeit – so bleibst du warm, trocken und leistungsfähig

Die richtige Radbekleidung in der Übergangszeit. Wir zeigen dir wie du warm, trocken und leistungsfähig bleibst!

Wenn der Sommer sich verabschiedet, wird das Radfahren zur kleinen Herausforderung. Morgens ist es frisch, mittags warm, und abends weht oft ein kalter Wind. Genau jetzt ist die richtige Bekleidung entscheidend, um nicht zu frieren oder zu überhitzen.
Viele Athlet/innen kennen das Problem. Am Start ist es kühl, man zieht sich zu dick an, schwitzt und kühlt nach der Einheit schnell aus. In der Folge droht der sogenannte „Open-Window-Effekt“. Das Immunsystem ist nach der Belastung geschwächt und anfälliger für Erkältungen.

Damit du in der Übergangszeit richtig gekleidet bist, erklären wir dir, worauf es ankommt und wie du mit dem Zwiebelprinzip und unserer neuen Sporformance-Kollektion optimal durch Herbst und Frühwinter kommst.

Hier kommt ihr zum Bestellformular für unsere Winter-/Übergangskollektion: Zum Formular!

Kühl war es auch die ersten Tage bei unserem Trainingslager im Ötztal.

Das Zwiebelprinzip – die Basis für cleveres Bekleiden

Das Zwiebelprinzip bedeutet mehrere dünne Schichten statt einer dicken. Der Vorteil dabei ist jede Lage hat eine Funktion z.B. Feuchtigkeit abtransportieren, Wärme speichern oder Wind abhalten. So bleibst du trocken und kannst bei Bedarf einfach eine Schicht öffnen oder ausziehen.

Ein Beispiel:
Du startest bei 12 °C mit einem kurzen Trikot, Armlingen und der Weste. Bergauf öffnest du den Reißverschluss, um Hitze entweichen zu lassen, bergab schützt die Weste wieder vor Fahrtwind. So bleibst du warm, aber nicht nassgeschwitzt.

Wichtig: Achte darauf, dass die innerste Schicht eng anliegt und Schweiß schnell aufnimmt. Eine nasse Basisschicht ist der häufigste Grund für Auskühlung.

Accessoires: Kleine Helfer, große Wirkung

In der Übergangszeit machen Accessoires oft den entscheidenden Unterschied. Ein Bufftuch schützt Nacken und Hals, kann bei Bedarf über Mund oder Ohren gezogen werden. Eine dünne Mütze unter dem Helm verhindert Wärmeverlust über den Kopf und passt in jede Trikottasche, wenn es wärmer wird. Armlinge und Beinlinge sind das perfekte Tool, um spontane Temperaturänderungen abzufangen. Auch Handschuhe und Überschuhe sorgen für Komfort: kalte Hände und Füße bedeuten meist das frühe Ende einer Einheit.

Unser Tipp: Lieber etwas zu viel dabeihaben – Armlinge und Buff wiegen kaum etwas, können aber den Unterschied zwischen Wohlfühlen und Frieren ausmachen.

Mallorca im Frühjahr wartet immer mit warmen Temperaturen. Auf den Bergen ist die Weste immer dabei.

Szenario 1 – Temperaturen über 10 °C: milde Herbsttage

Typisch für den Süden Deutschlands: sonnige Tage mit 12–18 °C, trockene Straßen, aber frischer Wind.
Hier zählt Flexibilität.

Unsere Empfehlung für das Setup:
– Kurzes Trikot
– Armlinge
– Kurze Bibshort
– Beinlinge (je nach Kälteempfinden)
– Weste als Windschutz
– Leichte Handschuhe
– Bufftuch oder dünne Mütze
– Funktionssocken

Diese Kombination hält dich beim Start warm, ist aber flexibel genug, wenn die Sonne mittags herauskommt. Die Sporformance Weste ist dabei der Schlüssel. Sie schützt vor Wind, ist extrem leicht und lässt sich klein verpacken. Sie ist ideal für variable Bedingungen.

Szenario 2 – Temperaturen unter 10 °C: kühle Mittelgebirge und feuchte Luft

Wenn der Herbst im Mittelgebirge Einzug hält, wird das Wetter unbeständiger bei 5–10 °C, Nebel, Wind und gelegentlicher Nieselregen. Jetzt gilt: warm, aber atmungsaktiv.

Unsere Empfehlung für das Setup:
– Langes Trikot
– Funktionsunterhemd (langärmelig, atmungsaktiv)
– Lange Bibshort
– Weste oder bei Nässe eine leichte Regenjacke
– Bufftuch oder Thermomütze unter dem Helm
– Thermohandschuhe
– Überschuhe
– Warme Socken

Das Sporformance Langarmtrikot sorgt dank seiner windabweisenden Front und atmungsaktiven Materialien für genau die richtige Balance aus Schutz und Temperaturregulation.
Die Stoffe stammen vom spanischen Hersteller Gobik, der auch im Profisport, etwa bei der Tour de France, zum Einsatz kommt. Damit profitierst du von Materialien, die unter echten Wettkampfbedingungen entwickelt wurden.

Achte vor allem bei Abfahrten auf ausreichenden Windschutz – und zieh dich nach der Einheit sofort trocken um, um den Open-Window-Effekt zu vermeiden.

Im Frühjahr lockt der Harz mit ersten milden Temperaturen.

Fazit: Gut gekleidet bleibt länger gesund

Die Übergangszeit verlangt nach Flexibilität und das gelingt am besten mit Schichten, die du anpassen kannst.
Plane deine Bekleidung so, dass du beim Start leicht fröstelst. Nach wenigen Minuten im Sattel erreichst du die optimale Betriebstemperatur. Und wenn du dich einmal unsicher fühlst nimm lieber eine Weste mehr mit als eine Jacke zu wenig.

Unsere neue Sporformance-Kollektion bietet dir alles, was du für die Übergangszeit brauchst – von kurz bis lang, von atmungsaktiv bis winddicht.
Entwickelt in Spanien von Gobik, getestet im Training, getragen mit Performance-Anspruch.

Hier geht’s zur neuen Sporformance-Kollektion: Jetzt entdecken


Unsere Übersicht: für verschiedene Temperaturen

TemperaturEmpfohlenes OutfitAccessoires
15 °CKurzarmtrikot + Armlinge + Weste + kurze HoseLeichte Handschuhe, Buff, Funktionssocken
10 °CLangarmtrikot + Weste + BeinlingeBuff, dünne Mütze, leichte Handschuhe
5 °CLangarmtrikot + lange Hose + Weste oder RegenjackeThermohandschuhe, Überschuhe, warme Socken, Buff

Sportliche Grüße,
Kenny

Rad am Ring 2025 – Ein Wochenende voller Gänsehaut, Teamgeist und Höhenmeter

Rad am Ring 2025 – Ein Wochenende voller Gänsehaut, Teamgeist und Höhenmeter

Das Rad am Ring ist nicht einfach nur ein Radrennen – es ist ein einzigartiges Event, das Gänsehautmomente, schlaflose Nächte und sportliche Höchstleistungen miteinander vereint. In diesem Jahr – 2025 – waren wir mit fünf 4er-Teams beim 24-Stunden-Rennen am Start. Außerdem durften wir viele unserer Athlet:innen als Einzelstarter:innen auf der legendären Nordschleife begleiten und anfeuern.

Die Atmosphäre rund um den Nürburgring ist schwer in Worte zu fassen: Zwischen Boxengasse, Flutlicht, Zelten und der berüchtigten Hohen Acht entsteht ein ganz besonderer Spirit – aus sportlichem Ehrgeiz, Teamwork und purer Begeisterung fürs Radfahren.

Viel Spaß mit dem neuen Blog!

Die Räder sind ready für den Ritt durch die Grüne Hölle.
Startklar!
Die Startfahrer unserer 4er Teams!

Rad am Ring 2025 – 24 Stunden im Rausch der Geschwindigkeit

Ein paar Tage ist es her, aber der Kopf ist noch auf der Rennstrecke. Die Curbs fliegen vorbei, die Fuchsröhre rauscht im Ohr – Rad am Ring 2025 war ein unvergessliches Erlebnis, das bleibt. Es war mein zweiter Start in der Grünen Hölle und ich kann sagen: Es wurde noch intensiver, noch schneller, noch emotionaler.

Ankommen, Aufbauen, Adrenalin

Wie im Vorjahr startete unser Wochenende mit Anreise und – ganz Nürburgring-typisch – mit einem ordentlichen Stau. Warum das Event ausgerechnet nachmittags beginnt, bleibt das Geheimnis des Veranstalters. Umso größer die Erleichterung, als wir endlich auf das Gelände durften. Mit dem Auto über die Grand-Prix-Strecke zu rollen, auf der einst Schumi gegen Frentzen gefahren ist – Gänsehaut!

Unser Camp war top organisiert. Fünf Parzellen, Gemeinschaftszelt direkt an der Strecke, Bike-Rack, Zeltbereich – alles perfekt aufgeteilt. Danke an Sebastian, der wie immer den Überblick behielt. Die Stimmung war routiniert, locker, aber angespannt. Jeder, der vorbeifuhr, wurde mit geschultem Blick taxiert: Sitzposition, Pacing, Material – nichts blieb unkommentiert.

Die Nacht verlief ruhig, keine Party gegenüber wie im Vorjahr – nur der Heli hob ab und zu ab. Am Samstagmorgen sammelten wir uns beim Frühstück. Haferkekse, Kaffee, gute Laune. Um 10 Uhr gab’s ein Briefing mit letzten Tipps zur Strecke, Pacing, Taktik. Wer den Nürburgring kennt, weiß: Hier wird von Anfang an Vollgas gefahren.

Der Start: Geschwindigkeit, Defekte – und ein Sturz vor Augen

Der Start ist jedes Jahr ein ganz besonderer Moment. Laurin stellte sich ganz vorne auf, wollte in der Spitzengruppe loslegen. Ich stand ein paar Reihen dahinter – Konrad neben mir, auf der Nummer 24 der MotoGP. Nervös, fokussiert, bereit.

Der Startschuss – und los. Zunächst neutralisiert, dann voller Angriff. Doch meine erste Runde begann chaotisch: Die DI2-Schaltung streikte, ich fuhr lange auf dem kleinen Blatt, der Akku war fast leer. Dazu eine kritische Situation: Ein Fahrer rauschte mit hoher Geschwindigkeit an uns vorbei – Sekunden später stürzte er direkt vor mir. Ich konnte gerade noch ausweichen.

Trotz allem lief es rund. 304W NP in Runde 1. Die Strecke: brutal und wunderschön. Fuchsröhre mit 90 km/h, Hohe Acht mit 16 % – jede Kurve ein Erlebnis. In der Box: Schaltung laden, Frust abbauen, essen, trinken. Kuchen, Haferkekse, Banane – die Klassiker eben.

Bereit für die Abfahrt auf die nächste Runde!

Tageshitze, Nachtfahrten und das “Team im Takt”

Runde zwei war deutlich entspannter. Weniger los, besserer Rhythmus. Die Technik funktionierte wieder, das Team gab alles. Unsere Fahrer fuhren richtig starke Turns – Frank, Dirk, Henry, alle waren top unterwegs.

Am Abend der Klassiker: Nudelsalat, umziehen, ab ins Bett – zumindest theoretisch. Ich ruhte kurz, bevor es um 0:22 Uhr wieder auf die Strecke ging. Nachtfahrt, Doppelschicht. Licht am Helm, am Lenker, an der Sattelstütze. Henry kam angeflogen, Übergabe, los.

Die Nacht auf der Nordschleife ist magisch. Es ist still, konzentriert, fast meditativ. Aber auch fordernd. Jede Kurve muss sitzen. Ich fuhr zwei kontrollierte, starke Runden, kam um 2:33 Uhr zurück. Kurze Pause, Cola, Bananenbrot – dann ins Zelt. Wecker auf 6 Uhr.

Frühstück mit Marmeladenbroten und Kaffee, dann nochmal raus. Der Körper war erstaunlich fit, die Motivation riesig. Noch zwei Runden standen an – jede Kurbelumdrehung zählte. Um 11:15 Uhr dann die letzte Runde, gemeinsam mit Benedikt, den ich aus dem Vorjahr und unseren Camps kenne. Geplant war eine Runde, gehofft hatten wir auf zwei – am Ende blieb es bei einer. Ich durfte das Rennen als Start- und Schlussfahrer beenden. Gänsehaut pur.

Frank gerade reingefalttert!
Abends am Ring…

Was bleibt? Erinnerungen, Muskelkater und Gemeinschaft

Am Ende stehen 25 Runden, 652,5 km und Platz 159 von 911 Teams auf dem Papier. Aber das ist nur ein Teil der Geschichte. Unsere anderen Teams zeigten ebenfalls starke Leistungen:

  • Team Laurin & Sebastian: Platz 13 – lange auf Top-10-Kurs

  • Sporformance 3: Platz 63

  • Sporformance 2: Platz 182

  • Sporformance 4: Platz 281

Und das wichtigste: Keine Stürze, keine Ausfälle – nur starke Beine, viele Geschichten und ein Teamspirit, der noch lange nachhallt.

Stimmen aus dem Team

Jan: “Ein Wahnsinns-Erlebnis – sowohl auf als auch abseits der Strecke. Der Teamgedanke und die Stimmung waren unbeschreiblich. Mein Highlight – na gut, auch wenn’s weh tat – war das ‘Taxi der Schande‘ nach fünf Runden mit Krämpfen. Aber nächstes Jahr bitte ohne! 🙃”

Sven: “Nachts über die Nordschleife zu brettern und besonders im Morgengrauen – unbeschreiblich! Für mich gehört das auf jede Bucket-List. Und wie unkompliziert man mit 20 Leuten das Wochenende verbringt – einfach großartig.”

Erik: “Das zweite Mal Rad am Ring mit Sporformance – mega! Tolle Menschen, starke Performance und vor allem: echte Freundschaften. Danke für ein weiteres Highlight.”

 

Dein Abenteuer 2026? Komm mit ins Camp oder ins Coaching

Rad am Ring ist mehr als ein Rennen. Es ist ein Erlebnis, das zusammenschweißt. Und genau das kannst du mit uns auch außerhalb der Nordschleife erleben.

Trainiere mit uns in unseren Bike Camps – z. B. auf Mallorca oder Teneriffa
Hol dir ein individuelles Coaching, mit dem du gezielt auf deine Events hinarbeitest
Sei 2026 Teil unseres Teams beim nächsten Rad am Ring

Mehr Infos & Anmeldung:
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Danke an alle, die dieses Wochenende zu etwas Besonderem gemacht haben. Ihr wart großartig – auf dem Rad und daneben.

Sportliche Grüße
Euer Coach Kenny