Vom Radmarathon aufs Zeitfahrrad – Wie Daniel mit gezieltem Coaching auf Platz 2 bei der Landesmeisterschaft fuhr

Noch vor einem Jahr war Daniel vor allem auf langen Distanzen zu Hause: Dolomitenmarathon, Schwarzwald, Weserbergland – der klassische Langstreckenfahrer. Doch im Herbst 2024 fiel die Entscheidung: Der Fokus wechselt. Weg von den langen Grundlagentagen, hin zu gezieltem Intervalltraining. Das Ziel: Eine Top-Platzierung bei der Landesmeisterschaft im Einzelzeitfahren.

Wir haben gemeinsam sein Training umgestellt, seine Stärken analysiert und ausgebaut. Mit drei intensiven Einheiten pro Woche, smart gesteuerten Grundlagenreizen und einer klaren Wettkampfstrategie ging es durch Herbst und Winter – mit Erfolg! Daniel sicherte sich einen fantastischen 2. Platz bei der Landesmeisterschaft im Einzelzeitfahren.

Im Interview spricht Daniel offen über die Trainingsumstellung, seinen Weg aufs Podium – und warum das Coaching für ihn ein entscheidender Erfolgsfaktor war.

Daniel beim Radmarathon unterwegs.

„Aus Ungläubigkeit wurde Stolz“ – Interview mit Daniel

1. Daniel, herzlichen Glückwunsch zum zweiten Platz! Wie fühlt es sich an, auf dem Podium bei der Landesmeisterschaft zu stehen?
Vielen lieben Dank Kenny! Es fühlt sich auch nach mittlerweile zwei Wochen Abstand immer noch ein wenig surreal an. Als ich nach dem Wettkampf auf die Ergebnisliste geschaut habe, konnte ich es im ersten Moment nicht glauben. Erst als ich dann als Zweiter das Podium betreten durfte, habe ich langsam realisiert, was gerade passiert ist. Aus Ungläubigkeit wurde Stolz und aus Skepsis pure Freude über dieses Ergebnis. An diesen schönen Sommertag werde ich mich lange und gerne erinnern.

2. Du kommst ursprünglich aus dem längeren Rennbereich. Was hat dich motiviert, dich auf das Einzelzeitfahren zu konzentrieren?
Ich bin in den letzten Jahren viele Radmarathons und große Jedermann-Rennen gefahren. Aber: Ich habe mich im großen Peloton nie wohlgefühlt. Die vielen Stürze um mich herum haben mir irgendwann die Freude an den Events genommen. Gleichzeitig liegt meine Stärke im Tempofahren – besonders im Flachen. Für mich war es daher im Herbst 2024 ein logischer Schritt, mich voll und ganz aufs Einzelzeitfahren zu konzentrieren. Hier kann ich meine Stärken voll ausspielen.

 

Siegerehrung LVM Zeitfahren Niedersachsen.

3. Wie hat sich dein Training im Herbst und Winter verändert – was war neu für dich?
Wir haben gemeinsam entschieden, die Umfänge zu reduzieren und die Intensität zu erhöhen. Statt langen Ausfahrten standen jede Woche drei Intervalleinheiten und zwei Grundlage-Einheiten auf dem Plan. Die klassischen Fünf-Stunden-Touren am Wochenende haben wir gestrichen.

4. Gab es einen Moment, in dem du gemerkt hast: „Das neue Training wirkt!“?
Definitiv! Die 8×3′-VO2max-Einheit war letztes Jahr mein absoluter Endgegner. Im Februar dieses Jahres hast du mir die Einheit dreimal in einer Woche reingepackt – und ich bin jedes Mal durchgekommen. Da wusste ich: Der Winter war nicht umsonst.

5. Drei Intervalleinheiten pro Woche – das ist hart. Wie hast du das mit Alltag und Regeneration unter einen Hut bekommen?
Ich habe das große Glück, privat wenige Verpflichtungen zu haben und bei einem sehr flexiblen Arbeitgeber zu arbeiten. Regeneration war schon immer ein wichtiges Thema für mich. Ausreichend Schlaf und gute Ernährung sind für mich genauso Training wie die Intervalle.

6. Was war für dich die größte Umstellung im Vergleich zu deinem früheren Ausdauertraining?
Weniger Trainingszeit am Wochenende – das war ungewohnt. Aber durch die höhere Intensität war ich an diesen Tagen trotzdem ordentlich platt.

7. Wie wichtig war für dich die Zusammenarbeit im Coaching?
Ohne Coaching wäre das Ergebnis für mich nicht möglich gewesen. Du kennst die zeitfahrspezifischen Einheiten, meine Stärken und Schwächen – und wir harmonieren einfach gut. Die Trainingssteuerung gibt mir Struktur und Sicherheit.

8. Gab es einen Aha-Moment oder eine besondere Einheit, die dir in Erinnerung geblieben ist?
Jede Fahrt auf meinem TT-Rad ist immer noch etwas Besonderes. Es hat erst 1.000 Kilometer drauf – aber ich merke, wie ich mich mit jedem Kilometer wohler fühle. Ich bin total happy mit der Entscheidung fürs Zeitfahren.

9. Wie sah dein letzter Monat vor dem Rennen aus – worauf lag der Fokus im Feinschliff?
Viele Sweet Spot- und VO2max-Einheiten, plus zwei Vorbereitungsrennen. So kamen wir gut in den Rennmodus und konnten die Belastung realistisch simulieren.

10. Was würdest du anderen Athleten raten, die mit dem Gedanken spielen, ihr Training umzustellen oder sich coachen zu lassen?
Wenn man nur just for fun fährt, braucht es kein Coaching. Aber wer konkrete Ziele hat, ein großes Event plant oder stagnierende Leistungen spürt – für den ist Coaching Gold wert. Man muss bereit sein, seinem Coach zu vertrauen und offen zu kommunizieren.

11. Was ist dein nächstes sportliches Ziel – bleibt es beim Zeitfahren oder zieht es dich wieder in die Berge?
Ich bleibe erstmal beim Zeitfahren – wir haben ja gerade erst angefangen! Für die Zukunft stehen Wettkämpfe wie der „King of the Lake“ oder die Deutsche Meisterschaft auf der Liste.

12. Und zum Schluss: Was war dein persönliches Highlight auf dem Weg zum Podium – neben dem Rennen selbst?
Ganz klar: der Support von Freunden und Familie. Das gibt mir Rückhalt und mentale Stärke – und die ist im Leistungssport mindestens genauso wichtig wie Wattwerte.

Daniel, vielen Dank für dein Vertrauen und deine Einblicke zum Coaching!

 

Willst auch du das Maximum aus deinem Training herausholen?

Ob Radmarathon, Zeitfahren oder dein ganz persönliches Ziel – mit dem richtigen Coaching erreichst du mehr.
Melde dich jetzt für ein kostenloses Erstgespräch und finde heraus, wie wir dich aufs nächste Level bringen können!

Hier Termin vereinbaren oder Mehr über unser Coaching erfahren

Sportliche Grüße,
Kenny

Neues Trainingscamp auf Teneriffa – Deine perfekte Saisonvorbereitung 2026

Nach unseren erfolgreichen Camps auf Mallorca, im Harz und im Ötztal freuen wir uns, dir ein neues Highlight zu präsentieren: Unser erstes Trainingscamp auf Teneriffa vom 31. Januar bis 7. Februar 2026!

Teneriffa ist bekannt für seine beeindruckende Vulkanlandschaft, endlose Serpentinenstraßen und ein ganzjährig mildes Klima – perfekte Bedingungen für alle, die im neuen Jahr sportlich durchstarten wollen.

Warum Teneriffa?

Die Insel bietet alles, was ambitionierte Ausdauersportler:innen für ein effektives Aufbau-Trainingslager brauchen:

  • Lange Anstiege und anspruchsvolle Topografie – ideal für die Entwicklung der Kraftausdauer

  • Geringe Verkehrsdichte und tolle Straßen

  • Optimales Klima im Winter, das motiviert und die Grundlage legt für die kommenden Trainingsmonate

Für wen ist das Camp geeignet?

Das Camp ist als Aufbaucamp zur Saisonvorbereitung konzipiert. Das heißt: Du solltest bereits über eine solide Grundlagenausdauer verfügen und in den Wochen zuvor regelmäßig trainiert haben. Ein gewisser „Bergmotor“ ist definitiv von Vorteil – denn flach ist es auf Teneriffa selten.

Egal ob du dich auf Gran Fondo-Events, Triathlon oder einfach deine persönliche Bestform vorbereitest: In dieser Woche legen wir die Basis für deine erfolgreichste Saison.

Was dich erwartet

  • Geführte Trainingseinheiten mit erfahrenen Coaches
  • Leistungsangepasste Gruppen – damit jeder auf seine Kosten kommt
  • Technik- & Taktik-Inputs, Mentaltraining und lockere Abendrunden
  • Austausch mit Gleichgesinnten – und jede Menge Spaß
Unser Hotel in Playa de las Americas

Ort: Teneriffa (Südwesten, Trainingsrouten werden noch finalisiert)

Termin: 31.01. – 07.02.2026

Die Teilnehmerzahl ist begrenzt – sichere dir jetzt deinen Platz und starte mit uns in ein sportliches Jahr 2026!

Alle Infos und Anmeldung findest du hier: Teneriffa Camp

Gute Gespräche garantiert beim Kaffeestop und Zwischendurch.
In der Gruppe rollt es stabiler.

So bereitest du dich optimal auf den Ötztaler Radmarathon vor

Dein Weg zu einem erfolgreichen Tag auf dem Rad – mit extra Tipps aus unserem Trainingslager in Sölden

Der Ötztaler Radmarathon – 227 Kilometer, 5.500 Höhenmeter, vier Pässe. Wer diese Strecke meistert, gehört zur Königsklasse der Radmarathon-Fahrer/innen. Aber genau deshalb gilt auch: Ohne gute Vorbereitung wird der Traum schnell zum Kampf.

In diesem Artikel zeigen wir dir, wie du dich optimal auf den Ötztaler vorbereitest – und warum ein gezieltes Trainingslager im Hochgebirge den Unterschied macht.

1. Das Ziel: Fit für lange Belastungen + Höhenmeter

Der Ötztaler ist kein typisches Radrennen. Die Anstiege sind lang, steil und teilweise hochalpin. Du brauchst nicht nur Ausdauer, sondern auch spezifische Kletterfähigkeiten, Pacing-Strategien und mentale Stärke.

Dein Training sollte deshalb beinhalten:

  • Lange Grundlagenfahrten (4–6 Stunden) im moderaten Pulsbereich
  • Bergintervalle an 20–60 Minuten langen Anstiegen
  • Kombinierte Belastungen: z. B. nach einem Berg noch 2 Stunden im Leistungsbereich 1-2 rollen
  • Training in der Hitze, da der Renntag oft warm wird
  • Fahrten auf über 2.000 m Höhe – wenn möglich

2. Timing ist alles – der perfekte Trainingsplan

Die meisten Athleten/innen trainieren über 4–6 Monate auf den Ötztaler hin.

Unsere Empfehlung:

März–Mai: Grundlagen & erste Belastungsspitzen

Juni–Juli: Spezifische Belastungen, Höhenmeter, Rennsimulationen

August: Tapering – Belastung reduzieren, Frische tanken

Der größte Fehler im Training ist: Zu hart trainieren – und zu spät regenerieren. Hier hilft ein erfahrener Coach oder ein strukturierter Plan.

3. Darum ist ein Trainingslager in Sölden so effektiv

Klar, du kannst auch zu Hause trainieren. Aber wer einmal im Ötztal gefahren ist, weiß: Die Strecken und Bedingungen vor Ort sind einzigartig.

Ein Trainingslager in Sölden bringt dir gleich mehrere Vorteile:

Streckenkenntnis: Wir fahren mit dir Teile des Ötzi ab (z.B. Kühtai, Jaufenpass und Timmelsjoch ab. So weißt du genau, wo du wie fahren musst.

Höhenanpassung: Du trainierst teilweise auf über 2.000 Metern – das verbessert deine Sauerstoffaufnahme nachhaltig.

Trainieren wie am Renntag: Das Klima, die Abfahrten, die Verpflegung – du erlebst echte Renntag-Simulation.

Betreuung durch erfahrene Coaches: Du bekommst individuelles Feedback, Technik-Tipps und Hilfestellung bei Ernährung, Materialwahl und Regeneration.

Gruppenmotivation: Gemeinsam mit anderen Ötztaler-Startern zu trainieren, pusht dich, bringt viel Austausch und natürlich Spaß.

4. Streckencheck: Das erwartet dich im Rennen

Kurzer Überblick:

Kühtai (2.020 m): Der erste Test. Steil, früh, kalt – nicht überziehen.

Brenner (1.370m): Der längste „Roller-Anstieg“. Hier geht’s um Rhythmus, eine gute Gruppe und Verpflegung.

Jaufenpass (2.094m): Der „versteckte“ Scharfrichter. Unterschätzt, aber brutal.

Timmelsjoch (2.509m): Königsabschnitt. Hier entscheidet sich dein Tag.

Wir zeigen dir im Trainingslager alle Passagen und geben dir Wattbereiche & Pacing-Empfehlungen mit an die Hand.

 

5. Typische Fehler – und wie du sie vermeidest

      • Zu schnell gestartet – vor allem am Kühtai verleitet es zum überpacen
      • Falsche Verpflegung – leer gefahren und nix mehr im Tank, gute Verpflegung ist essentiell
      • Material nicht getestet – neue Übersetzung oder Carbonfelgen erst beim Rennen? Teste dein Material vorher
      • Keine Taktik für das  Timmelsjoch – die meisten explodieren hier

In unserem Camp lernst du genau das: Wie du diese Fehler vermeidest – und wie du dich optimal auf DEINEN großen Tag vorbereitest.

Fazit: Hol dir den entscheidenden Vorteil

Der Ötztaler ist mehr als nur ein Radmarathon – es ist ein Erlebnis, das dich fordert und auch wachsen lässt.

Mit der richtigen Vorbereitung kannst du diesen Tag nicht nur schaffen, sondern genießen.

Wenn du Lust hast, gemeinsam mit uns und anderen motivierten Radfahrer/innen in Sölden zu trainieren – melde dich jetzt für unser Camp an.

Termin: 01. bis 10.08.2025 (7 oder 10 Tage)

Ort: Sölden (Zwieselstein), Ötztal

Plätze: limitiert auf 12 Teilnehmer/innen

Alle Infos & Anmeldung hier: https://sporformance.de/oetztal-camp/

Sportliche Grüße,

Kenny

Das perfekte Trainingslager – Wann ist der ideale Zeitpunkt? Wo soll es hingehen? Wie gestalten sich die Inhalte?

Warum ein Trainingslager deine Leistung auf ein neues Level bringt?!

Auch bei uns steht der Frühling vor der Tür. Die Tage werden länger, die Temperaturen lassen schon wieder längere Ausfahrten zu und die Sonne wärmt von oben. Für uns gehts genau jetzt ins Trainingslager nach Mallorca. Wir Coaches sind zwei Wochen vor Ort und freuen uns auf über 50 Gäste in den zwei Wochen. Warum ein Trainingslager Sinn macht, was die Inhalte sein sollen und wann es zeitlich am Besten passt. Darum geht’s im heutigen Blog.

Ein Trainingslager ist weit mehr als nur viele Kilometer auf dem Rad – es ist die perfekte Gelegenheit, dein Training auf die nächste Stufe zu bringen. Aber wann macht es wirklich Sinn, wohin solltest du reisen und welche Trainingsmethoden sind besonders effektiv? Wir geben dir die Antworten und zeigen, warum Mallorca und der Harz perfekte Destinationen für dein nächstes Camp sind.

Wann ist ein Trainingslager sinnvoll? 

Ein Trainingslager bietet sich besonders dann an, wenn du über einen längeren Zeitraum gezielt an deiner Ausdauer und Intensität arbeiten möchtest. Zum jetzigen Zeitpunkt liegt dabei der Fokus auf volumenorientiertes Training. Je eher das Saisonziel liegt oder je früher die ersten Highlights anstehen, des spezifischer kann das Trainingslager ausfallen. Typische Zeitpunkte sind:

**Frühjahr:** Perfekte Saisonvorbereitung mit vielen Grundlagenkilometern.
**Sommer:** Intensivblöcke zur Wettkampfvorbereitung.
**Herbst/Winter:** Form halten & Basis legen für das nächste Jahr.

Für alle die im Job gut ausgelastet sind und wenig Zeit zur Verfügung haben, ist ein Trainingslager besonders wertvoll, da in wenigen Tagen konzentriert trainiert wird – oft mit Trainingsumfängen, die im Alltag schwer realisierbar sind. Zudem fällt die Ablenkung durch den Alltag weg, wodurch der Fokus voll auf dem Training und der Regeneration liegt.

Mallorca – Die perfekte Region für dein Trainingslager? Unsere Antwort: eindeutiges JA!

Warum Mallorca? Ganz einfach:

✅ Abwechslungsreiches Terrain: Von flachen Küstenstraßen bis zu epischen Anstiegen wie Sa Calobra oder Puig Major ist alles dabei. Der Tag kann 500hm haben oder 4.000hm.
✅ Optimale Bedingungen: Mildes Klima, gut ausgebaute Straßen & radsportfreundliche Atmosphäre.
✅ Effektive Trainingsreize: Kombiniertes Volumentraining & gezielte Intervalle sind hier gut möglich.
✅ Gute Infrastruktur: Zahlreiche Radverleihstationen, radsportfreundliche Unterkünfte und eine große Community sorgen für die besten Bedingungen. Außerdem eine Topauswahl an guten Cafés.

Egal, ob du Grundlagen legen oder an deiner Kletterstärke arbeiten möchtest – Mallorca bietet die perfekten Bedingungen. Gerade in den Frühjahrsmonaten ist die Insel ein Paradies für Radfahrer, da die Temperaturen angenehm sind und die Straßen nicht überfüllt.

Welche Einheiten sollten im Fokus stehen?

Ein Trainingslager ist keine reine Kilometerjagd. Wichtig ist eine sinnvolle Kombination aus:

– Volumentraining: Lange Ausfahrten zur aeroben Kapazitätssteigerung
– Bergintervalle: Kraftausdauer und VO2max-Steigerung durch gezielte Belastungen
– Spezifische Intensitäten: Je nach Saisonziel werden gezielt Schwellenintervalle oder Tempofahrten eingebaut.
– Techniktraining: Gerade Abfahrt- und Kurventechnik lassen sich auf den mallorquinischen Straßen ideal verbessern.
– Kombination mit Off-Bike-Training: Ergänzende Athletikübungen oder Mobility-Sessions runden das Training ab.

Ein typischer Trainingslagertag könnte so aussehen:

– Morgens: Lockeres Einrollen, mit längerer Ausfahrt mit intensiven Blöcken (z. B. Bergintervalle oder Schwellenintervalle).
– Nachmittags: Regenerative Maßnahmen wie Dehnen oder eine kurze Aktivierungseinheit.
– Abends: Austausch mit anderen Teilnehmern, Analyse der Trainingseinheiten und Vorbereitung auf den nächsten Tag.

***Wichtig*** Kaffeestop nicht vergessen. Klarer Hotspot sind hier die Orte Petra und Pollenca.

Erholung nicht vergessen!

So wichtig wie das Training selbst ist die Erholung. Ein Trainingslager sollte nicht bedeuten, dass du dich komplett verausgabst und erschöpft nach Hause zurückkehrst. Achte auf folgende Punkte:

– Regenerationstage einplanen: Nach mehreren intensiven Einheiten braucht dein Körper eine Pause.
– Ausreichend schlafen: Der Körper verarbeitet die Trainingsreize im Schlaf – ein unterschätzter Faktor!
– Ernährung optimieren: Viel Training bedeutet auch eine erhöhte Nährstoffaufnahme. Eine ausgewogene Mischung aus Kohlenhydraten, Proteinen und Fetten hilft bei der Regeneration.
– Aktive Erholung nutzen: Leichte Spaziergänge, Massagen oder kurze Yoga-Sessions können helfen, die Muskulatur zu entspannen.

### Nicht verpassen: unser Bike Camp im Harz! ###

Wer nach Mallorca weiterhin strukturiert trainieren möchte, sollte sich unser Bike Camp im Harz vormerken! Mit knackigen Anstiegen, herausfordernden Strecken und professioneller Betreuung bieten wir dir eine perfekte Alternative zum klassischen Bergtraining im Ausland. Hier ist der Link zur Seite: https://sporformance.de/harz-bike-camp/

Während Mallorca mit langen Anstiegen punktet, bietet der Harz eine hervorragende Möglichkeit, kurze, aber steile Kletterpassagen zu trainieren und deine Technik zu verbessern. Der Mix aus Flow, Intensität und top Betreuung macht das Harz Bike Camp zu einem echten Geheimtipp!

Sportliche Grüße,
Kenny

P.s. Unser YouTube Video zum Mallorca Camp hat viele wichtige Infos und Tipps, damit dein Trainingslager und deine Touren perfekt ablaufen. Also reingeklickt!

Unser Sporformance Trikot – Darum haben wir uns für Gobik entscheiden!

Jeder, der mit dem Radsport angefangen hat, kennt dieses Gefühl: das erste Mal in Lycra gehüllt zu sein. In den 90er-Jahren begann es noch ganz leger – auf dem Mountainbike mit T-Shirt und Shorts. Doch mit der Zeit wurde das Outfit immer professioneller. Ich erinnere mich noch gut an meine erste Fahrt in einem Radtrikot. Das muss kurz nach der Friedensfahrt 1998 gewesen sein. Damals saß alles noch ziemlich locker, das Trikot war drei Nummern zu groß, und die Trinkflasche in der Trikottasche zog das Ding bis unter die Kniekehlen.

Aber schnell wurde klar: Die richtige Passform eines Radtrikots unterscheidet sich doch deutlich von der eines T-Shirts. Anfangs nutzte man vielleicht noch die Trikotmarken, die man aus dem Fußball kannte, aber bald stieß man auf die spezifischen Hersteller aus Italien. Mein erstes wirklich enganliegendes Radsporttrikot – so eng, dass nichts mehr drunter passte – war ein Nalini-Trikot vom damaligen Team Milram. Das war um 2006/07.

Trainingslager im März auf Mallorca. Unser Gobik Trikot hat bestens performt!

Doch heute soll es weniger um meine persönlichen Erfahrungen oder die allgemeine Entwicklung von Radtrikots gehen. Stattdessen möchte ich unser aktuelles Trikot-Set vorstellen und erklären, warum wir uns für unseren Bekleidungshersteller Gobik entschieden haben. Zudem teilen wir unsere Erfahrungen mit der Qualität und Performance der Klamotten.

 

Alles begann mit unserem Sporformance-Upgrade. 2023 kam Laurin nach acht Jahren als Single-Business-Partner mit an Bord und brachte frischen Wind in unser Projekt. Zuvor hatten wir unsere Trikotsätze in Italien bei Biemme bestellt. Die Passform war gut, Bestellung und Handling ebenso. Allerdings gab es ein großes Manko: das Design und die Innovation. Vielleicht erinnert ihr euch an die Marke Biemme aus den Zeiten des Team Telekom (1992/94). Solide, aber nicht wirklich aufregend.

Trikot im Einsatz bei Kenny am Cap Formentor.
Laurin am Tunnel zum Puig Major.

Schnell war klar, dass ein neuer Ausstatter her musste. Gobik war für uns sofort unter den Top-Kandidaten. Das spanische Unternehmen war durch seine Zusammenarbeit mit WorldTour-Teams wie Movistar und den Ineos Grenadiers bereits bestens bekannt.

Das Design unserer neuen Trikots haben wir dann gemeinsam mit Gobik entwickelt. Dabei lag unser Fokus nicht nur auf ästhetischen Aspekten, sondern auch auf der Funktionalität und Performance. Der Stoff ist atmungsaktiv, die Passform perfekt für lange Stunden im Sattel, und die Verarbeitung ist auf absolutem Top-Niveau.

Seit wir die neuen Sets tragen, haben wir durchweg positive Rückmeldungen erhalten. Die Kombination aus modernem Design, innovativen Materialien und einem durchdachten Schnitt sorgt dafür, dass wir uns nicht nur gut fühlen, sondern auch optisch einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Unsere Trikots sind nicht nur ein Statement auf der Straße, sondern spiegeln auch unsere Philosophie wider: Sportliche Performance gepaart mit Stil.

Unser Design für 2025. Mehr Muster, aber dennoch klassisches Design.

Falls ihr auch überlegt, euer Outfit zu upgraden, können wir Gobik uneingeschränkt empfehlen. Schaut euch um, probiert die Sets an, und überzeugt euch selbst von der Qualität.

Wir freuen uns schon jetzt, wenn die neue Bestellung da ist und wir 2025 wieder ein Stück upgraden konnten.

Wie sieht es bei euch aus? Habt ihr eine Lieblingsmarke oder vielleicht auch besondere Erfahrungen mit eurem ersten Radtrikot gemacht? Lasst es uns in den Kommentaren wissen!

 

Sportliche Grüße,

Kenny

Fällt auf! Unser Gobik Sporformance Trikot zwischen den anderen Jungs!

Zwiftrennen – Eine gute Alternative zum Intervalltraining?

Zwiftrennen – Eine gute Alternative zum Intervalltraining?

Das Wetter spielt mal wieder nicht mit: kalte Temperaturen, Nieselregen – wer möchte da draußen seine Intervalle absolvieren? Die Lösung: Ab auf die Rolle! Doch statt monotonem Indoor-Training von früher, bei dem man sich mit lauter Technomusik bei Laune halten musste, bieten Plattformen wie Zwift heute eine Vielzahl an Möglichkeiten, das Training abwechslungsreicher zu gestalten.

Indoor-Training damals und heute

Früher galt die Wahl: Rolle oder draußen – und oft entschied man sich trotz widrigster Bedingungen für die Straße. Doch die Zeiten haben sich geändert! Dank Zwift und Co. ist Indoor-Training nicht nur effektiver, sondern auch deutlich motivierender geworden. Besonders Zwiftrennen sorgen für eine ordentliche Portion Abwechslung und Wettkampfgeist.

Aber stellt sich die Frage: Können Zwiftrennen ein strukturiertes Intervalltraining ersetzen? Meine Antwort: Ja – und wie!

Was macht Zwiftrennen so besonders?

Typischerweise folgen Zwiftrennen einem ähnlichen Schema:

    • Ein explosiver Start mit bis zu 600-700 Watt für die ersten Minuten.
    • Ein etwas ruhigeres Mittelfeld, bei dem sich das Rennen einpendelt.
    • Ein hartes Finale, bei dem nochmals alles gefragt ist.

Dieses Profil bietet perfekte Voraussetzungen, um Rennen gezielt als Ersatz oder Ergänzung für Intervalltraining einzusetzen.

Zwei Ansätze für Zwiftrennen als Training:

a) Das natürliche Rennen:

    • Starte mit der Gruppe und gib dein Bestes, besonders bei den Starts und Endphasen. Die Belastung kommt durch die Rennsituation automatisch.

b) Geplante Intervalle im Rennen:

    • Nutze das Rennen, um gezielt Intervalle zu fahren: Beispielsweise 4×3 Minuten hart, mit lockeren Phasen dazwischen.
    • Auch hochintensives Training wie 2x10x All-Out-Sprints lässt sich leicht integrieren.

Beide Varianten bringen Abwechslung und Dynamik in den Trainingsalltag.

Motivation: Der Rennfaktor

Ein großer Vorteil von Zwiftrennen ist die zusätzliche Motivation. Der Rennbetrieb spornt an, die Komfortzone zu verlassen und noch mehr aus sich herauszuholen.

Doch Vorsicht: Zwiftrennen sollten klug in den Trainingsplan eingebaut werden.


Wenn Zwiftrennen nicht ausreichen

Ein Blick zurück ins Jahr 2022 zeigt, dass nicht jedes Training indoor stattfinden sollte. Rennserien wie die virtuelle Rad-Bundesliga legten den Fokus stark auf VO2max und kürzere Renndauern von 45-90 Minuten.
Das Problem: Wichtige Grundlageneinheiten und längere Intervalle im Schwellenbereich kamen oft zu kurz. Als es später wieder auf die Straße ging, hatten viele Athleten Schwierigkeiten, die spezifischen Anforderungen harter Straßenrennen wie der Sauerlandrundfahrt zu bewältigen.


Empfehlung für dein Training

Zwiftrennen sind eine hervorragende Ergänzung zum Wintertraining, sollten aber dosiert eingesetzt werden:

    • 1-2 Rennen alle 4 Wochen sind ideal.
    • Fixe Events wie die „Tour de Zwift“ eignen sich bestens, um das Training zu strukturieren.
    • Für ambitionierte Rennfahrer und E-Racer gehören die Rennen fest in den Trainingsplan – ähnlich wie Crossrennen im Winter.

Also: Feuer frei! Zwiftrennen bringen Spaß, Motivation und eine ordentliche Portion Wettkampffeeling in den Trainingsalltag.

Sportliche Grüße und viel Spaß auf der Rolle,
Euer Kenny


Links für dich:


Lohnt sich! Graveln rund um die Müritz

Gravel Bike Camp Röbel an der Müritz

Wer kennt es nicht – wir kommen von einer Ausfahrt zurück. Das Rad ist dreckig, die Klamotten sind dreckig und im Gesicht sind auch diverse Tropfen und Dreckflecken von der Straße. Das löst im Rennradfahrer-Herz erstmal Stress aus. Was ist, wenn das ganze aber völlig normal ist und einfach dazugehört?

Seit mehr als 8 Jahren veranstalten wir nun Bike Camps und seit 5 Jahren auch abseits der Piste auf unbefestigten Wegen im Wald. Der Gravelsport und auch das Crossen ist bei uns fester Bestandteil der Radsportkultur geworden und ist eine schöne Abwechslung zum Straßensport.

Cross und Gravel im Harz

Dass im und um den Harz gut und viel im Gelände trainiert werden kann, konnten viele von euch bei den Bike Camps in Hasselfelde bereits selber erfahren. Die Tour zum Brocken nicht über die Brockenstraße, sondern quer den Wald hat den Blick auf den Berg noch einmal verändert und ganz neue Eindrücke geweckt. Die Querung von Flüssen mit nassen Füßen im Anschluss oder anspruchsvolle Passagen im Südharz gehören jedes Jahr zur Strecke des Gravelcamps. Nun haben wir aber eine neue Destination gefunden, die landschaftlich so schön ist, dass wir sie gemeinsam mit euch erleben und erfahren möchten. Es geht an die Mecklenburgische Seenplatte, genauer gesagt an die Müritz mit ihrem Hauptsee, der Müritz und den großen Seen drumherum, dem Plauer See und dem Kölpinsee. Rein in Richtung Uckermark und der Landesgrenze zu Brandenburg warten viele Landschaftsschutzgebiete, Wald- und Seengebiete auf uns.

Crossen und Gravel an der Müritz

Warum an die Müritz? Die Mecklenburgische Seenplatte ist das perfekte Terrain zum Graveln und Crossen. Anders als im Harz mit dem Fokus auf Höhenmeter können wir uns an der Müritz im Schlamm und Sand so richtig austoben. Die Gegend um den großen Müritzsee hat landschaftlich und auch kulturell einiges zu bieten.  Das Gravelcamp an der Müritz ist das ultimative Abenteuer für Rad- und Outdoor-Enthusiasten!

Gravelfahren ist eine aufregende Mischung aus Straßen- und Geländefahren und hat inzwischen viel Zuspruch und eine große Community. Die Möglichkeit, abseits ausgetretener Pfade zu fahren und neue Landschaften zu erkunden, zieht viele Abenteuerlustige an. Und wo könnte man diese Leidenschaft besser ausleben als in einem idyllischen Gravel Trainingslager an der wunderschönen Müritz?

Die Müritz, das Herz der Mecklenburgischen Seenplatte, bietet eine atemberaubende Kulisse für Outdoor-Aktivitäten jeglicher Art. Umgeben von dichten Wäldern, glitzernden Seen und malerischen Dörfern ist die Region ein wahres Paradies für Naturfreunde. Während deines Gravel Trainingslagers hast du die Möglichkeit, die unberührte Schönheit dieser Gegend zu entdecken.

Entlang der Gravelstrecken rund um die Müritz gibt es zahlreiche Sehenswürdigkeiten zu erkunden. Wir besuchen das malerische Städtchen Waren (Müritz) mit seiner charmanten Altstadt und dem imposanten Hafen, wo du lokale Köstlichkeiten probieren und die maritime Atmosphäre genießen kannst. Oder wir erkunden die historischen Dörfer und Schlösser, die die Landschaft prägen und von einer reichen Geschichte zeugen.

Für Naturliebhaber haben wir den Müritz-Nationalpark in unmittelbarer Nähe, wo du seltene Tier- und Pflanzenarten in ihrem natürlichen Lebensraum beobachten kannst. Genieße die Stille der unberührten Natur und lasse dich von der Vielfalt der heimischen Fauna und Flora verzaubern.

Der Juni ist eine ideale Zeit, um die Müritz-Region zu besuchen. Die Temperaturen liegen in der Regel angenehm mild bis warm, perfekt für ausgedehnte Radtouren und Erkundungstouren durch die Landschaft. Die Tage sind lang und sonnig, was zusätzliche Stunden für Outdoor-Aktivitäten bietet. Es ist jedoch immer ratsam, sich auf wechselhaftes Wetter vorzubereiten, da das Klima in dieser Region recht variabel sein kann. Der Sprung ins kühle Nass ist von unserer Unterkunft (Wiesengeflüster Röbel) nur einen Katzensprung entfernt.

Die Straßen und Wege rund um die Müritz sind für Gravelfahrten bestens geeignet. Das gut ausgebaute Netzwerk von Wald- und Feldwegen bietet eine Vielzahl von Routen für jeden Schwierigkeitsgrad. Von sanften Hügeln bis hin zu anspruchsvollen Anstiegen bietet die Region eine abwechslungsreiche Landschaft, die sowohl für Anfänger als auch für erfahrene Fahrer geeignet ist. Die Wege sind in der Regel gut markiert und bieten ausreichend Gelegenheit, die Schönheit der Umgebung zu genießen, ohne sich um den Verkehr sorgen zu müssen. Wir werden täglich drei Routen anbieten, von denen eine geführt und von mir als Guide begleitet wird.

Ein Gravel Trainingslager an der Müritz ist ein unvergessliches Erlebnis für alle, die die Natur lieben und die Herausforderung auf dem Rad suchen. Mit ihrer atemberaubenden Landschaft, den zahlreichen Sehenswürdigkeiten und den optimalen Straßenbedingungen ist die Müritz-Region ein wahres Paradies für Gravelfahrer. Egal, ob du ein erfahrener Fahrer bist oder gerade erst anfängst, hier findest du garantiert die perfekte Strecke für dein nächstes Abenteuer.

Highlights der Gegend

Entlang der Müritz und in ihrer Umgebung gibt es eine Vielzahl von faszinierenden Sehenswürdigkeiten, darunter Türme, Schlösser und weitere historische Orte, die einen Besuch wert sind. Hier sind einige der bemerkenswertesten:

1. Schloss Klink:

Das Schloss Klink ist ein prächtiges Schloss, das im 1898 erbaut wurde. Vorbild waren die Schlösser der Loire in Frankreich und beeindruckt mit seiner imposanten Architektur und seinem geschichtsträchtigen Ambiente.

2. Schloss Rheinsberg:

Nur eine kurze Fahrt von der Müritz entfernt liegt das Schloss Rheinsberg, ein weiteres Juwel der Region. Das Schloss wurde im 18. Jahrhundert erbaut und war einst die Residenz des preußischen Kronprinzen Friedrich II. Es ist von einem malerischen Schlosspark umgeben und beherbergt heute ein Museum sowie eine Kunstgalerie.

3. Müritz-Nationalpark:

Der Müritz-Nationalpark ist ein Paradies für Naturliebhaber und bietet unberührte Wälder, klare Seen und eine vielfältige Tierwelt. Hier kannst du auf zahlreichen Wander- und Radwegen die Schönheit der Natur entdecken und seltene Tiere wie Seeadler, Fischotter und Kraniche in ihrem natürlichen Lebensraum beobachten.

Trainingseffekt

Das Gravelfahren bietet eine Vielzahl von Trainingseffekten, die sowohl für die körperliche Fitness als auch für die mentale Stärke von Vorteil sind. Hier sind einige der wichtigsten Trainingseffekte, die durch das Gravelfahren erreicht werden können:

1. Ausdauer:

Gravelfahren erfordert oft lange Fahrten über verschiedene Arten von Gelände. Durch diese kontinuierliche Belastung wird die aerobe Ausdauer verbessert, was bedeutet, dass das Herz-Kreislauf-System effizienter arbeitet und der Körper besser in der Lage ist, Sauerstoff zu transportieren und zu nutzen.

2. Kraft:

Das Fahren auf unbefestigten Straßen erfordert mehr Kraftanstrengung als das Fahren auf asphaltierten Straßen, da der Untergrund oft uneben ist und zusätzliche Stabilität erfordert. Dies trägt dazu bei, die Muskulatur in den Beinen, dem Rumpf, Rücken und den Armen zu stärken.

3. Technik:

Gravelfahren erfordert eine gute Technik, um Unebenheiten und Hindernisse auf der Strecke zu bewältigen. Die Verbesserung der Fahrtechnik, einschließlich des Umgangs mit verschiedenen Untergründen, der Kurventechnik und des Bremsens, ist ein wichtiger Trainingseffekt beim Gravelfahren.

4. Gleichgewicht und Koordination:

Das Fahren auf unbefestigten Straßen erfordert ein hohes Maß an Gleichgewicht und Koordination, da der Untergrund oft unvorhersehbar ist. Durch das Gravelfahren können diese Fähigkeiten verbessert werden, was auch im Alltag von Vorteil sein kann.

5. Mentale Stärke:

Das Gravelfahren kann auch dazu beitragen, die mentale Stärke zu verbessern, da es oft eine Herausforderung darstellt, über lange Strecken hinweg auf unbekannten Wegen zu fahren. Das Überwinden von Hindernissen und das Bewältigen schwieriger Abschnitte kann das Selbstvertrauen stärken und die Fähigkeit zur Bewältigung von Herausforderungen im Alltag verbessern.

6. Naturerlebnis:

Nicht zuletzt bietet das Gravelfahren die Möglichkeit, die Natur hautnah zu erleben und die Schönheit der Landschaft zu genießen. Diese Verbindung zur Natur kann sich positiv auf das allgemeine Wohlbefinden und die mentale Gesundheit auswirken.

Insgesamt bietet das Gravelfahren eine ganzheitliche Form des Trainings, die nicht nur körperliche Fitness verbessert, sondern auch mentale Stärke und das Gefühl der Verbundenheit mit der Natur fördert. Es ist eine herausfordernde, aber lohnende Aktivität für alle, die die Freude am Radfahren und die Schönheit der Natur gleichermaßen schätzen.

Wir freuen uns auf sportliche Tage mit Dir! Melde dich jetzt direkt an und starte mit uns in das Gravel Abenteuer an der Müritz!

Trainingslager auf Mallorca – zusammen mit deinen Coaches die Insel unsicher machen (auf dem Rad ;-)…)

drone shot of cap de formentor

Die Saisonpause ist vorbei und die neuen Pläne für die nächste Saison nehmen schon konkrete Formen an. Welche Highlights stehen auf dem Zettel, welche Rennen werden gefahren, welche Challenge gibt es für mich? Wohin geht’s ins Trainingslager? 

Damit alle Ziele erfolgreich abgeschlossen werden, ist natürlich die richtige Vorbereitung entscheidend. Was passt da nicht besser als ein gutes Vorbereitungscamp. Idealerweise heißt es Kilometer sammeln und Zeit im Sattel verbringen. Heute stellen wir euch dazu unser Bike Camp auf Mallorca vor.

Warum ist das Trainingslager auf Mallorca für dich genau das Richtige?

Den kalten Temperaturen entfliehen

Ganz klar an erster Stelle das Wetter. Im Mittelmeerraum ist es häufig schon deutlich wärmer als bei uns und das Wetter ist stabiler. Sicherlich kommen die Armlinge noch zum Einsatz, aber die Sonnenstrahlen tun schon sehr gut auf der Haut. 

Voller Fokus

Wir machen es wie die Profis! Keine Ablenkung und voller Fokus auf das Training. Wir sammeln gezielt Kilometer und Trainingsstunden, wir arbeiten spezifisch an deinen Stärken und deiner Saisonvorbereitung. 

Neues Trainingsterrain

Dein Trainingsrevier zu Hause kennst du in und auswendig? Dann ist es Zeit für neue Strecken, neue Anstiege und neue Abenteuer. Du musst dir um die richtige Route und das passende Terrain keine Gedanken machen. Wir kennen für jedes Fahrerprofil die richtigen Strecken, so dass alle auf ihre Kosten kommen und nach einer Woche jeder ein effektives Training in den Beinen hat. 

Trainieren im Team

Es gibt doch nichts Schöneres als in netter Gesellschaft die Ausfahrt zu genießen. Gute Gespräche auf und abseits des Rades zu führen. Am Frühstücks- oder Abendbuffet über Training und Technik fachsimpeln. Darauf freuen wir uns auch, denn Radsport ist vor allem eines: ein Gesellschaftssport und macht gemeinsam noch viel mehr Spaß. Die Gruppe hilft dir und gibt dir Windschatten. Sie ist aber auch gnadenloser Gegner am Anstieg und fordert dich heraus.

Also raus aus dem Trainingsalltag und ab mit uns auf die Insel!

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Details zu unseren Bike Camps auf Mallorca

Ihr habt die Chance, gemeinsam mit uns Coaches ein paar sonnige Tage auf Mallorca zu verbringen. Wir werden an zwei Terminen mit euch gemeinsam über die Insel düsen und einen stabilen Formaufbau betreiben. 

Los geht es mit unserem Camp im Februar vom 24.02.-02.03.2024. Du kannst direkt die Inhalte aus dem Wintertraining mit einem volumenlastigen Grundlagenblock ergänzen und die Form für 2024 gezielt aufbauen. Unsere Base ist die Bucht von Alcudia. In Playa de Muro finden wir alles, was das Radsportlerherz begehrt. Eine perfekte Infrastruktur zum Radeln, eine Vielzahl an Mietstationen und auch eine Menge Bars und Cafés für den Café con Leche oder das Chanti danach 😉

Untergebracht im 4**** Sterne Grupotel Los Principes können wir uns nach den Touren austauschen und relaxen. Denn eine Sache ist klar: neben den vielen Kilometern und guten Gesprächen auf dem Rad muss das Essen und das Bett einfach tip top sein.

Sowohl Laurin als auch ich kennen die Insel wie unsere Westentasche. Über die kleinen Camis und Nebenstraßen können wir abseits des Trubels die Insel erkunden und eine schöne Zeit haben. Die Touren werden sehr individuell und auf die Gruppe abgestimmt sein, d.h. die Auswahl der Strecke, Höhenmeter und Anstiege richtet sich komplett nach den Leistungsdaten der Gruppe. Wir werden zwischen 60 km am Einrolltag und 160-180km auf der Königsetappe alles dabei haben. Schnelle, flache Tage und Tage mit Höhenmetern. 

Mit dabei sind natürlich alle Klassiker der Insel von Cap Formentor über Sa Calobra bis hin zum Puig Major. Mein persönlicher Hausberg ist der Randa. Kurzweilig und sehr abwechslungsreich vom Profil. Ein Berg für den 10-20min Test. Seit meinem letzten Besuch im März 2023 ist aber auch der Coll de sa Creueta oder auch Kräuterpass , wie ich ihn nenne, ganz oben im Ranking. Der Anstieg von der Bucht von Pollenca auf dem Weg zum Cap Formentor bietet eine tolle Sicht auf die Bucht und den ersten Vorgeschmack in Richtung Leuchtturm. Unser Coach Laurin schwärmt von einer kleinen Straße bergauf hinter Arta. Der Anstieg zum Kloster Ermita de Betlem mit seiner kleinen schmalen Straße und den nicht enden wollenden Kurven. Nach einer kurzen Abfahrt zum Kloster geht es auf direktem Wege zurück. Diese Runde lässt sich schön über das Orangental und einem Kaffeestop in Petra abrunden.

Es wird also nicht langweilig an den Trainingstagen. Wir starten langsam und locker und steigern uns dann über die Tage im Umfang und der Intensität (Höhenmeter). Auch ein Ruhetag/lockere Tour steht auf dem Plan. An diesem Tag sind wir auch frühzeitig zurück und die Zeit kann für einen ausgiebigen Stadtbummel oder Strandbesuch genutzt werden.

Wir freuen uns auf eine schöne Zeit gemeinsam mit euch auf der Insel und viele starke Kilometer.

Zusammenfassung Woche I vom 24.02.-02.03.2024: 

Das erwartet Dich:

  • geführte Touren von Samstag bis Freitag in zwei unterschiedlichen Leistungsklassen
  • Grupotel Los Principes & Spa
  • ab 640,00 € im DZ
  • ab 758,00 € im EZ
  • inkl. Flug, HP und Transfer
  • Kooperationspartner ist die TUI
  • zzgl. Guiding und Campbetreuung ab 300,00 €
  • auf max. 15 TN limitiert!

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Weiter geht es dann Ende März. Wer hat noch nicht, wer will nochmal? Vom 23.03.-30.03.2024 geht es noch einmal rund auf der Insel. Hier haben wir für euch mit Igor und Alex zwei Spezialisten ihres Handwerks dabei. Igor ist Physiotherapeut und wird sowohl morgens zum WarmUp/Athletik als auch nach den Touren für euch da sein. Alex ist unser Videograf und seine Handschrift erkennt ihr vor allem in den Videos auf unserem YouTube-Kanal. Er wird nicht nur spannende Bilder vom Camp machen, sondern auch dich perfekt ablichten. Außerdem wird es eine Doku zur Trainingswoche geben.

Als Ergänzung zu Camp I im Februar wird hier vermutlich schon deutlich spezifischer trainiert. Auch in zwei Gruppen mit unterschiedlichen Leistungsklassen machen wir die Insel unsicher. Wir als Coaches stehen dir während, aber auch abseits der Touren Rede und Antwort und geben dir Tipps und Tricks rund um die Themen Training, Ernährung, Wettkampferfahrung und Abfahrtstechnik.  

Zusammenfassung Woche II vom 23.03.-30.03.2024

Das erwartet Dich:

  • geführte Touren von Samstag bis Freitag in zwei unterschiedlichen Leistungsklassen
  • Grupotel Los Principes & Spa
  • ab 925,00 € im DZ
  • ab 1.095,00 € im EZ
  • inkl. Flug, HP und Transfer
  • Kooperationspartner ist die TUI
  • zzgl. Guiding und Campbetreuung ab 400,00 €
  • auf max. 15 TN limitiert!

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So kann eine Woche mit uns aussehen:

Sa: Anreise und einrollen 2-3h & 60-75 km
So: flach bis hügelig 4-4,5h & 100-120 km (1-2 Anstiege) 
Mo: flach bis hügelig 4-5h & 110-120 km (3-4 Anstiege)
Di: flach bis hügelig 4h & 100 km (1-2 Ansteige)
Mi: Ruhetag oder lockere Runde 2h & 60 km (flach)
Do: Königsetappe 6-7h & 130-180 km (diverse Anstiege)
Fr: flach bis hügelig 4-5h & 100-120 km
Sa: Abreise

Damit die Wartezeit bis zu unserem Camp nicht zu lang für dich wird, haben wir hier unsere Geheimtipps und die schönsten Anstiege inkl. Strava-Link für dich aufgelistet.

Unser Geheimtipp:

Laurin: Port de Valldemossa (https://maps.app.goo.gl/WedefmNDbgkwepmX9)
Kenny: La Victoria (Strava:https://www.strava.com/segments/22027131)

Schönster Anstieg:

Laurin: Sant Salvador (Strava:https://www.strava.com/segments/17086123) und Sa Calobra (Strava:https://www.strava.com/segments/33603365)
Kenny: Randa (Strava:https://www.strava.com/segments/33904218)

Also ab auf die Rolle, die Augen schließen und von den schönsten Anstiegen und Straßen der Insel träumen!

Sportliche Grüße und natürlich heute schon an morgen (bzw. Februar) denken!
Kenny

Warum macht eine Leistungsdiagnostik zu Beginn des Wintertrainings absolut Sinn?

Die Saison ist durch, alle Ergebnisse wurden eingefahren und in der Off-Season oder Übergangsphase kommen wieder die verrücktesten Ideen und Ziele für die neue Radsaison. Damit alles nach Plan verläuft und auch die Form zum Saisonhöhepunkt stimmt, solltet ihr immer im richtigen Leistungsbereich trainieren und der sollte individuell ermittelt sein. 

Heute sprechen wir deswegen über das wichtige und viel diskutierte Thema Leistungsdiagnostik und -analyse – und zwar über das richtige Timing. Denn oft erreicht mich die Frage:  Zu welchen Zeitpunkten im Jahr sollte eine Leistungsdiagnostik stattfinden? Was hierbei sinnvoll ist und welche Testmodelle sich gut zur Leistungsbewertung anbieten, erfahrt ihr in diesem Beitrag.

Warum brauche ich eine Leistungsdiagnostik?

Grundsätzlich gilt: Um im Training immer in den richtigen Trainingsbereichen und Leistungszonen unterwegs zu sein, solltet ihr eure Leistungswerte regelmäßig überprüfen lassen und die Referenzwerte wie Laktatschwelle, FTP und weitere regelmäßig für euer Trainingsprofil anpassen. Andernfalls läuft ihr Gefahr, falsch zu trainieren und die gewünschten Trainingserfolge bleiben aus.

Zu den Vorteilen einer Leistungsdiagnostik im Detail kommen wir später im Beitrag.

Warum sollte eine Leistungsanalyse auch im Winter erfolgen? Und zu welchen Zeitpunkten noch?


Häufig endet die Saison nicht mit einem Saisonhöhepunkt, sondern läuft langsam nach einer Übergangsphase aus. Das heißt, die maximalen Umfänge im Training und die maximale Intensität liegen schon ein paar Wochen oder vielleicht sogar Monate zurück. Wenn wir nach der Offseason wieder in den neuen Saisonaufbau gehen, dann werden die Werte aus der Zeit des Saisonhöhepunktes nicht mehr vorhanden sein. Die Wattwerte aus dem Sommer können nicht mehr gehalten werden. Die Hausrunde wird wieder 2-3 min langsamer gefahren. All das ist völlig normal, da die Intensität und auch die Umfänge nach dem Saisonhöhepunkt wieder abnehmen. Damit die Belastungsintensität aber auch in diesem wichtigen “Vorsaison-Aufbautraining” stimmt und im richtigen Bereich trainiert wird, sollten auch vor dieser Periode die Leistungsbereiche neu ermittelt und angepasst werden. So wird eine Über- aber auch Unterlastung vermieden.

Grundsätzlich empfehlen wir, eine Leistungsdiagnostik zum Beginn oder Ende eines jeden großen Trainingsblocks (z.B. beim Saisonstart, aber auch bei Wiedereinstieg nach Krankheit) zu machen. Mindestens sollte eine Leistungsdiagnostik aber zweimal im Jahr stattfinden.

Wenn wir neue Athleten/innen im Coaching aufnehmen, dann ist es für uns Coaches wichtig und hilft auch bei der Bewertung der Leistungsfähigkeit, wenn bereits Messdaten vorhanden sind. Das heißt z.B. eine Leistungsdiagnostik, die in der Vergangenheit stattfand. So können wir uns ein Bild machen, wie das Training und die Entwicklung in der letzten Trainingsphase war. Beispielhaft kann ich hier unseren Athleten Florian nennen. Florian hat über die Saison verteilt verschiedene Ziele u.a. Radmarathons, Jedermannrennen sowie Laufevents als Ergänzung. Hier findet der erste Leistungstest als Laktatanalyse nach der Saisonpause im November statt. Über die Wintermonate gibt es nur vereinzelt Laufevents und der Formerhalt und Formaufbau stehen im Fokus. Spätestens im März wird der Laktattest wiederholt und mit den Ausgangswerten aus dem Test im November verglichen. Hier haben wir dann im Normalfall eine Wattsteigerung von 3-5W alle 4 Wochen über die Zeit des Wintertrainings. Mit den neuen Messwerten aus März kann das Training spezifischer gestaltet werden und die Vorbereitung auf die ersten Events, z.B. die Tour d’Energie oder Eschborn-Frankfurt. Dabei wird der Grundlagen-Anteil reduziert und die Intervalle gezielt eingestreut. Im weiteren Verlauf können dann 5 min VO2max Tests oder 20 min Intervalltests folgen, um den Leistungsfortschritt immer wieder zu messen. Hierfür eignet sich auch der Moxy Scan zur Ermittlung der Leistungssteigerung. Eine umfangreiche Leistungsdiagnostik mit Laktatanalyse ist hier nicht mehr notwendig, da der Vorbereitungszeitraum für solch einen Test einen großen Einfluss auf die Trainingsstruktur hat. An den Tagen vorher sollte z.B. nur moderat bis gar nicht trainiert werden und der Körper sollte auch maximal ausgeruht sein. Eine Möglichkeit, um spezifische Werte zu ermitteln, z.B. für die Pace am Berg, wäre eine Testung als Feldtest, z.B. im Trainingslager an einem Anstieg mit Bergpace. Wenn hier der Wert der Messung zu groß ist, beispielsweise über 4 mmol/l, dann sollte mit einer niedrigeren Wattzahl am Anstieg trainiert werden, da der Athlet den Wattwert über längere Zeit nicht halten kann. Zusammenfassend kann man sagen, dass die Laktatdiagnostik ein bis zweimal im Jahr ausreichend ist. Wir müssen dem Körper auch ausreichend Zeit zur Anpassung geben.

Welche Messmethoden und Berechnungsmodelle gibt es?

Natürlich gibt es nutzbare Vorgaben und Berechnungsmodelle wie z.B. die Leistungszonen L1-L7 nach Coggan (ausgehend vom FTP berechnet), aber der menschliche Körper ist sehr komplex und individuell und lässt sich nicht immer in diese Leistungs- und Berechnungsmodell drücken. 

Als Standard in der Leistungsdiagnostik hat sich der Laktattest etabliert. Hierbei wird in unterschiedlichen Belastungsstufen der Laktatwert im Blut ermittelt und so können je Belastungsstufen in Watt und dem entsprechenden Laktatwert die Trainingsbereiche in Watt und Puls ermittelt werden. Hier gibt es heutzutage mehrere Dutzend Schwellenmodelle, welche zum Einsatz kommen. Das Modell von Mader z.B. bezieht sich auf fixe Schwellenwerte bei 2 und 4 mmol/l. Dies ist aus meiner Sicht völlig unzureichend in der Bewertung, da die Schwelle bei jedem Athleten/in unterschiedlich ist und eine pauschale Betrachtung hier nicht sinnvoll ist. Ich arbeite sehr gern mit dem Freiburger Modell, bei dem die Laktatkurve mit einer 45° Tangente ergänzt wird und so die Schwellen ermittelt werden. Die Ergebnisse liegen dann bei z.B. 3,5 oder 4,1 mmol/l und sind detaillierter als das Mader-Modell.

Neben dem Laktattest setzen wir regelmäßig den Moxy Scan zur Ermittlung der relativen Sauerstoffsättigung in der Muskulatur (SmO2) in Echtzeit ein. Hier kann auch während des Trainings Alltags z.B. bei einer Intervallpyramide der Sauerstoffgehalt im Blut gemessen werden. So wird analysiert, wie sich der Sauerstoffgehalt bei den unterschiedlichen Belastung verhält und anpasst. Der Moxy Scan ist schnell einsatzbereit, kann sowohl im Training als auch im Rennen eingesetzt werden und liefert wichtige Informationen zur Belastung der Muskulatur. Mit Hilfe der Messergebnisse können so die Leistungszonen individuell und auf den/die Sportler/in zugeschnitten ermittelt werden.

Die Bestimmung der Leistungsbereiche wird von uns Coaches fortlaufend vorgenommen. Wir nutzen dabei die Messergebnisse der Leistungsdiagnostik, z.B. Laktatwerte und als Abgleich dazu auch die Werte aus der Spiroergometrie (9-Felder-Wassermann Grafik). Auch der Vergleich der Herzfrequenz unterschiedlicher Einheiten hilft bei der Beurteilung der Leistungsveränderung. Vereinzelt setzen wir auch 5min- oder 20min-Tests ein, um Vermutungen zu bestätigen oder bestimmte Leistungsveränderungen zu hinterfragen. Es kann auch immer wieder vorkommen, dass die Athleten/innen proaktiv auf uns mit dem Gefühl zukommen, dass bestimmte Intervalle oder Belastungen besonders leicht oder besonders schwer zu absolvieren sind. Hier ist es auch wichtig, sachlich mit den Leistungswerten umzugehen und auch ggf. eine Reduzierung der Wattwerte zur optimalen Trainingsreizung zu empfehlen.

Die Leistungsdiagnostik wird von uns auch im Trainingslager eingesetzt, um die richtigen Trainingszonen für das Camp zu bestimmen und zu ermitteln. Hier geht es zu unseren aktuellen Bike Camp Angeboten.

Was sind die Vorteile einer Leistungsdiagnostik im Detail?

  1. Leistungssteigerung durch das richtige Training im passenden Leistungsbereich
  2. Schutz vor Überlastung durch Ermittlung der Leistungszonen für intensives und extensives Training. Das intensive Training beinhaltet hohe Belastungen und eine starke Beanspruchung des Herz-Kreislauf-Systems bei kürzeren Umfängen und das extensive Training den passenden Gegenpart mit ruhigen und lang andauernden Grundlagen Einheiten mit wenig Intensität und mehr Umfang.
  3. Messbare Leistungsentwicklung und nachhaltige Verbesserung der Leistung (neue Laufräder tragen auch zur Verbesserung bei, stehen aber in keinem Verhältnis zur Nachhaltigkeit durch das richtige Training im richtigen Trainingsbereich 😉 ) 
  4. Die Daten aus dem Leistungsmesser können besser interpretiert werden, wenn die genauen Leistungsbereiche bekannt sind
  5. Vergleichbarkeit der Daten mit anderen Athleten/innen z.B. die Bewertung W/kg kann so präzise dargestellt werden (Wie hoch muss mein Wert für Platz X bei Rennen X sein?)
  6. Ermittlung der Stellschrauben für Stoffwechsel- und Ausdauerfähigkeit: Über die Leistungsanalyse kann ein metabolisches Profil zur Ermittlung des Substratverbrauchs erstellt werden. So weiß ich genau, welche Kohlenhydratmenge mein Körper pro Stunde bei welcher Belastungsstufe (Watt) benötigt.
  7. Durch den Vergleich mit einer vorherigen Leistungsanalyse kann ich bestimmen, ob der Bereich der Laktatkurve optimal nach rechts verschoben wurde (aerober Bereich oder anaerober Bereich)
  8. Bestimmung der Erholungsfähigkeit (gibt Aufschluss darüber, wie schnell der Körper sich nach Belastungen regeneriert)
  9. Ermittlung des Fahrerprofils: Bin ich Sprinter oder Marathonfahrer? (Über den sogenannten VLamax-Test kann die maximale Laktatbildungsrate ermittelt werden. Hier sprechen niedrige Werte für den Ausdauertyp und höhere Werte für den Sprinter (Kraftausdauer)

Die Leistungsanalyse und Ermittlung der Leistungszonen und Trainingsbereiche schafft für den Athleten/in ein sinnvolles und für jeden individuell passendes Profil zur Trainingssteuerung. So können gezielt die Trainingsschwerpunkte unterschiedlich gesetzt werden. Durch die Leistungsanalyse ist auch der aktuelle Leistungsstand bekannt. Hat mein Training die letzten Wochen und Monate gut gepasst, in welchen Leistungsbereichen muss ich mehr oder anders trainieren, um mich weiter zu verbessern?

Zum Schluss: Welche Ergebnisse sollten bei einer guten Leistungsdiagnostik nicht fehlen?

Folgende Werte solltest du nach einer Leistungsdiagnostik ausgehändigt bekommen: 

  • Trainingszonen in Watt von L1-L7
  • Trainingszonen in Puls (als Sekundär Referenz für das Training)
  • max. Herzfrequenz
  • max. Wattleistung
  • Berechnung FTP
  • Individuelle Aerobe Schwelle (IAS)
  • Individuelle Anaerobe Schwelle (IANS)
  • Laktatwerte in jeder Stufe (mmol/l)

Optional:

  • Metabolisches Profil (kh/g/h)
  • VO2max absolut und relativ (ml/min und ml/kg/min)
  • maximale Fettverbrennung (absolut) in Watt

Mehr Fragen zu dem Thema oder Anregungen zu weiteren, darauf aufbauenden Beiträgen? Kontaktiert uns gerne.

No-Coffee Challenge

photo of white ceramic teacup

4 Wochen ohne Kaffee: Was macht der Koffein-Entzug mit dir?
Jedes Jahr im November gehe ich in die Koffeinpause!
4 ganze Wochen OHNE Kaffee. Manche von uns würden das ja noch nicht einmal für 4 Stunden aushalten.

Warum tut er sich das an?
Was passiert im Körper beim Koffeinentzug?
Was sind die Vorteile danach v.a.?
Wie sehr tut das weh?s war mal wieder Ötztaler…

Warum habe ich 4-Wochen auf Kaffee verzichtet?

Ich gönne meinem Körper jährlich im November eine Kaffee- und Koffeinpause von 4 Wochen.
Dabei verzichte ich nicht nur auf Kaffee, sondern auch auf andere Formen des Koffeinkonsums z.B. Softdrinks oder Teein aus dem Tee. Hauptgrund ist der Reset des Koffeinempfindens. Der Körper gewöhnt sich an den regelmäßigen Konsum und benötigt irgendwann eine höhere Dosis. Das ist in meinem Fall nicht so, kann aber ein Auslöser zur Koffeinpause sein. Der zweite Grund ist die persönliche Konditionierung und das Lernen von Verzicht (Disziplin). Das hilft nicht nur im Training, sondern auch im Alltag am Ball zu bleiben und die Ziele durchzuziehen.

Wie wirkt Kaffee auf uns und unseren Organismus?
Der Kaffee und das darin enthaltende Koffein haben eine leistungssteigernde Wirkung und verbessern den Energiestoffwechsel. Dabei werden mehr Kohlenhydrate aus dem Darm in die Zellen transportiert.
Laut einer Studie (Metabolic and Performance Effects of Caffeine) kann die Leistung durch Koffein um 4,7-4,9% erhöht werden.

Bei zu viel Kaffeekonsum wird der Stoffwechsel beeinträchtigt, da Kaffee einen hohen Säureanteil hat. Bei zu viel Kaffee reagiert der Körper auch vermehrt mit:

  • Kopfschmerzen
  • Magen- und Darmbeschwerden bis hin zu Durchfall
  • Innere Unruhe
  • Muskelzucken und Krämpfe
  • Migräne
  • Konzentrationsschwäche

Meine 5 Tipps zur Umsetzung

1) Der richtige Zeitpunkt OHNE Stress
Wähle einen Zeitraum aus, der dafür passt. Eine stressige Phase oder eine Zeit mit viel Unruhe sind weniger geeignet, als eine Zeit, wo es deutlich entspannter ist. Für mich passt der November perfekt.
Die meisten Vorbereitungen zur Folgesaison sind abgeschlossen und die Weihnachtszeit ist auch noch weit weg. Der November ist also ideal für die Kaffeepause.

2) Harter kalter Entzug
Starte mit einem kalten Entzug. Ich muss dazu sagen, dass ich Kaffee eher als Genussmittel und nicht als Lebensmittel im klassischen Sinne ansehe. Mein täglicher Konsum war bei 3-4 großen Tassen am Tag.
Gerne gab es auch nach dem Mittagessen einen kleinen Espresso danach. In den ersten 2-3 Tagen reagiert der Stoffwechsel etwas verzögert, kommt dann aber gut in Schwung.

3) Behalte dein Gewicht im Blick
Behalte dein Gewicht im Auge.
Ich trinke meinen Kaffee mit Milch und in der Kombination sind das natürlich ein paar Extrakalorien die da wegfallen. Ich habe innerhalb der Zeit ca. 1kg Gewicht verloren. Das kann aber auch an anderen Faktoren liegen.

4) Weihe deine Familie & Freunde ein!
Teile deine Idee und die Umsetzung mit deinen Freunden und der Familie.
Die ersten drei Tage war ich etwas dünnhäutig und meine Nerven durften nicht überstrapaziert werden.
Wenn die Familie Bescheid weiß, dann wird es auch Verständnis und ggf. Unterstützung geben. Es ist nämlich nicht ganz einfach, wenn am Sonntagmorgen frischer Kaffeeduft durch die Küche zieht und man selber diszipliniert bleiben soll. Zum 1. Advent bei den Schwiegereltern gab es einen schönen Tee und da fällt der Verzicht auf Kaffee nicht mehr so schwer.

5) Schaffe dir einen Ausgleich!
Schaffe dir ein Ausgleichsprodukt oder neues Ritual.
Für mich ist er Ablauf immer gleich: Aufstehen, Duschen, Kaffee. Den Ablauf habe ich beibehalten und nur den Kaffee durch Tee ergänzt. So habe ich es im weiteren Tagesablauf gemacht. Nach langen Meetings oder einer komplexen Trainingsplanung habe ich mir in der Vergangenheit einen Kaffee gemacht und kurz innegehalten. So ging innerhalb der vier Wochen der Gang zum Teefach und es gab eine bunte Auswahl an Teesorten. Ich habe auch öfter am Tag durchgewechselt. Gab es am Vormittag häufig einen Früchtetee, so wurde es zum Nachmittag etwas mit Kräutern und am Wochenende gab es eine besondere Sorte (z.B. Schoko-Chai).

So reagiert der Körper auf den Koffeinentzug

  1. Verstopfung (Darmarbeit und Stoffwechsel werden träger) Tipp: 1 Glas Wasser nach dem Aufstehen)
  2. Konzentration (Probleme sich zu konzentrieren) nach ein paar Tagen war ich wacher und ausgeruhter
  3. Kopfschmerzen (Kopfschmerzen, da hilft Wasser und frische Luft) Dauert ca. 1-2 Tage
  4. Müdigkeit und Schlaf (Koffein blockiert die Ausschüttung von Melatonin) der Kaffee als Wachmacher fehlt
  5. Stress (Kaffee aktiviert, das Koffein setzt Stresshormone frei z.B. Adrenalin und Cortisol

Je mehr ich das Gefühl hatte den Kaffee zu brauchen, desto eher macht ein Kaffeeverzicht auch Sinn

Was sind die Alternativen zu Kaffee?
Malzkaffee, Tee, Fruchtschorle, Chai-Tee

Abschließend noch meine Tipps für den richtigen Kaffeegenuss (nach der 30 Tage Challenge)…

  1. In Kombination mit Sport 100% Arabica-Bohnen (weniger Säure als Robustabohnen)
  2. Gute Qualität des Kaffees
  3. Espresso wird besser vom Magen verstoffwechselt als Filterkaffee (kurze Brühzeit)
  4. Glas Wasser zum Kaffee hilft dem Magen bei der Übersäuerung
  5. Auf nüchternen Magen kann Kaffee zu Bauchbeschwerden führen
  6. Kaffee sollte frisch gebrüht und getrunken werden, sonst entstehen Säuren und Bitterstoffe

Herzlichst,
Euer Coach Kenny!