Einleitung
1100 Kilometer auf dem Rad. Kaum Schlaf. Stundenlange Einsamkeit in der Nacht. Und dennoch ein klares Ziel vor Augen.
Mit dem Race Across Germany stellt sich Erik einer der härtesten Herausforderungen im deutschen Radsport.
Was ihn antreibt, ist nicht nur die sportliche Leistung. Es ist der Wunsch, die eigenen Grenzen kennenzulernen, Verantwortung zu übernehmen und etwas zurückzugeben. Unterstützt von seinem Team und begleitet durch strukturiertes Coaching bereitet er sich auf ein Rennen vor, das körperlich wie mental alles abverlangt.
Dieses Interview gibt einen ehrlichen Einblick in Eriks Motivation, seine größten Respektpunkte und zeigt, warum große Ziele fast nie allein erreicht werden.
Erik, du stellst dich mit dem Race Across Germany einer extremen Herausforderung. Was hat dich motiviert, dieses 1100 km lange Rennen in Angriff zu nehmen?
Mich motiviert vor allem mein Team. Zu wissen, dass Menschen hinter mir stehen und an mich glauben, gibt mir enorm viel Energie, besonders dann, wenn es hart wird. Gleichzeitig ist dieses Rennen eine ganz bewusste Herausforderung an mich selbst. Ich möchte herausfinden, wozu ich wirklich fähig bin, wenn es körperlich und mental extrem wird.
Und natürlich treibt mich auch der gute Zweck für die Kinder an. Für sie zu fahren, gibt dem Ganzen eine viel tiefere Bedeutung. Jeder einzelne der 1100 Kilometer fühlt sich dadurch sinnvoll an und genau das macht dieses Projekt für mich so besonders.
Welche Aspekte reizen dich besonders und wo hast du den größten Respekt?
Mich reizt vor allem die Kombination aus körperlicher und mentaler Belastung. Genau diese Extreme machen für mich den Reiz eines Rennens wie dem Race Across Germany aus. Es geht nicht nur darum, konstant Leistung zu bringen, sondern auch dann einen klaren Kopf zu bewahren, wenn die Müdigkeit einsetzt.
Respekt habe ich vor allem davor, mir zu viel auf einmal vorzunehmen, gerade zu Beginn nicht zu überziehen und meine Kräfte klug einzuteilen. Und die Nachtfahrten sind definitiv nicht ohne. Müdigkeit, Dunkelheit und Einsamkeit fordern einen auf eine ganz eigene Art heraus.
Für welchen Zweck engagierst du dich und warum?
Wir fahren für den Bunter Kreis Münsterland. Mit den 1100 Kilometern möchten wir eine wichtige Botschaft nach außen tragen. Wie wertvoll und unverzichtbar die Arbeit des Bunten Kreises ist.
Der Bunte Kreis begleitet Familien mit schwer oder chronisch kranken Kindern in einer extrem herausfordernden Lebensphase und genau dieses Engagement verdient Aufmerksamkeit und Unterstützung. Deshalb gehen alle gesammelten Spenden zu 100 % an den Bunten Kreis Münsterland.
Für mich bekommt das Rennen dadurch eine viel tiefere Bedeutung. Jeder Kilometer steht auch für Hoffnung, Unterstützung und Zusammenhalt.
Du wirst im Coaching von Laurin begleitet. In welchen Bereichen hat dich das Coaching bisher am meisten unterstützt?
Das Coaching durch das Team Sporformance ist für mich eines der wichtigsten Elemente in der Vorbereitung. Ich schätze besonders die große Erfahrung von Laurin, Sebastian und Kenny. Jeder bringt seine eigene Perspektive und Kompetenz mit ein.
Laurin als mein persönlicher Coach kennt mich mittlerweile sehr gut. Dadurch kann er mich nicht nur gezielt im Training steuern, sondern mich auch mental unterstützen, motivieren und optimal auf das Rennen vorbereiten. Diese individuelle Betreuung gibt mir Struktur, Sicherheit und Vertrauen in den gesamten Prozess.
Was geht dir durch den Kopf, wenn du dir vorstellst, nach über 1100 km die Ziellinie zu überqueren?
Ich glaube, meine Gedanken werden in diesem Moment sehr klar sein. Nach über 1100 Kilometern zählt am Ende nur noch dieser eine Augenblick. Anzukommen.
Ich wünsche mir, dass mein Team, meine Familie und all die Menschen, die dieses Projekt begleiten, diesen Moment gemeinsam mit mir erleben und genießen können. Ohne sie wäre das alles nicht möglich gewesen.
Da wird ganz viel Dankbarkeit sein, für die Unterstützung, für jede einzelne Spende und für alle, die an mich geglaubt haben.
Und ganz ehrlich… Neben der Erleichterung kommt wahrscheinlich ziemlich schnell schon der erste Gedanke an das nächste Projekt
Welche Learnings aus diesem Projekt nimmst du schon jetzt mit für den Sport und für dein Leben abseits des Rads?
Ein großes Learning ist für mich, wie viele besondere Begegnungen durch dieses Projekt entstehen. Wir kommen mit Menschen ins Gespräch, die wir ohne das Projekt Erik1100km vielleicht nie kennengelernt hätten und genau diese Begegnungen verändern den Blickwinkel aufs Leben.
Man merkt, wie viel Kraft in gemeinsamen Zielen steckt und wie sehr Perspektiven wachsen, wenn man sich austauscht.
Und vor allem habe ich gelernt: Als Team ist mit der richtigen Unterstützung unglaublich viel möglich. Was allein vielleicht unmöglich wirkt, wird gemeinsam realistisch.
Erik vielen Dank für deine Zeit und das Interview!
Große Ziele beginnen selten mit perfekten Voraussetzungen. Sie beginnen mit einer Entscheidung.
Wenn du selbst ein sportliches Ziel hast, egal ob Langdistanz, Etappenrennen, Jedermannrennen oder persönlicher Meilenstein und dir dabei Struktur, Klarheit und ehrliches Feedback wünschst, dann ist individuelles Coaching für Dich der entscheidende Unterschied.
Bei Sporformance begleiten wir Athlet/innen genau dort, wo es zählt:
– mit einem klaren Trainingsplan
– persönlicher Betreuung
– einem Prozess, dem du vertrauen kannst
Bereit für dein nächstes Ziel?
Dann melde dich bei uns und lass uns gemeinsam herausfinden, was für dich möglich ist!
Sportliche Grüße,
Coach Kenny