Vom Jedermannrennen zum Radmarathon. So gelingt der Wechsel.
Die ersten Saisonhighlights liegen bereits hinter vielen Athleten/innen. Die warmen Tage im Trainingslager sind längst vergessen (Hier unser Rückblick zum Mallorca-Camp im März). Mit Rennen wie der Tour d’Energie, Eschborn-Frankfurt oder Rund um Köln wurde intensiv an der Form gearbeitet, Tempohärte gesammelt und oft auch persönliche Bestzeiten erreicht.
Doch jetzt beginnt für viele die nächste Saisonphase. Die großen Radmarathons und Alpenklassiker stehen vor der Tür.
Ob La Marmotte, SuperGiroDolomiti, Maratona dles Dolomites, Tannheimer Tal oder der legendäre Ötztaler Radmarathon. Jetzt ändern sich die Anforderungen deutlich.
Wo unterscheiden sich die Rennen? Worauf kommt es beim Radmarathon an?
Denn während Jedermannrennen oft von hoher Intensität, Attacken und Renndynamik geprägt sind, verlangen Radmarathons etwas anderes:
– lange Belastungsverträglichkeit
– konstante Leistung über viele Stunde
– effiziente Energieversorgung
– mentale Stabilität
– sauberes Pacing am Berg
Die gute Nachricht für dich! Wer bereits Rennen gefahren ist, bringt eine starke Grundlage mit. Jetzt geht es darum, die Form gezielt und spezifisch umzubauen.
Diese 5 Trainings brauchst du für deinen Radmarathon
1. Lange Grundlagenfahrten mit Höhenmetern
Der wichtigste Unterschied zum Jedermannrennen ist die Dauer.
Viele Radmarathons dauern zwischen 6 und 12 Stunden. Genau deshalb werden lange Einheiten jetzt entscheidend und zu deinem wichtigen “Partner”. Ziel ist nicht maximale Intensität, sondern ökonomisches Fahren über viele Stunden.
Unsere Empfehlung:
– 4–6 Stunden
– möglichst viele Höhenmeter
– gleichmäßiger Druck auf dem Pedal
– Fokus auf Ernährung und Pacing
Die langen Einheiten sind gleichzeitig die perfekte Generalprobe für den Wettkampftag.
2. Schwellenintervalle für lange Anstiege
Alpenmarathons werden selten durch explosive Spitzen entschieden, sondern durch die Fähigkeit, lange knapp unter und an der Schwelle zu fahren.
Besonders effektiv:
– 2 × 20 Minuten
– 3 × 15 Minuten
– oder lange Sweetspot-Blöcke
Diese Einheiten verbessern:
– Kletterfähigkeit
– Ermüdungsresistenz
– Tempohärte am Berg
3. Fahren unter Vorermüdung
Ein Klassiker für die Marathonvorbereitung sind
lange Intervalle nach mehreren Stunden Fahrzeit.
Warum?
Weil genau dann die entscheidenden Momente im Radmarathon kommen.
Trainingseinheit Beispiel:
– 3 Stunden locker
– danach 2 × 20 Minuten bergauf im Schwellenbereich
So trainierst du, auch mit müden Beinen noch sauber Leistung abzurufen.
4. Ernährung im Training testen
Viele Athleten/innen verlieren ihren Radmarathon nicht wegen der Beine, sondern auch wegen der Energieversorgung.
Jetzt ist die Zeit, um zu testen (Fueling-Strategie):
– Wie viele Kohlenhydrate benötigen ich?
Wie viele Kohlenhydrate verträgst du?
– Welche Gels funktionieren?
– Welche Getränke passen zu dir?
– Was funktioniert nach 5 Stunden noch?
Wichtigste Regel:
Je länger das Rennen, desto wichtiger wird die Ernährung.
5. Bergspezifische Belastungen trainieren
Wer einen Radmarathon fährt, sollte nicht nur Watt trainieren, sondern auch das Fahrgefühl am langen Berg.
Dazu gehören:
– niedrige Trittfrequenzen
– lange Anstiege
– gleichmäßiges Pacing
– Fahren im Sitzen
– Rhythmuswechsel am Berg
Gerade hier unterschätzen viele Athleten/innen die Spezifität der Vorbereitung.
Der häufigste Fehler vor dem Radmarathon
Viele versuchen jetzt noch „Form aufzubauen“ und trainieren zu hart.
Doch genau jetzt gilt:
Die Grundlage ist gelegt. Jetzt geht es darum, spezifisch zu werden.
Mehr Intensität bedeutet nicht automatisch bessere Beine für 8 Stunden im Hochgebirge.
Oft bringen gezielte lange Belastungen deutlich mehr als das fünfte harte Intervalltraining pro Woche.
Unser Tipp: Nutze die Zeit für spezifische Vorbereitung
Genau dafür veranstalten wir vom 03. – 05.07. unser Bike Camp im Harz.
Dort arbeiten wir gezielt an:
– langen Anstiegen
– Pacing
– Ernährung
– Klettertechnik
– Marathon-spezifischen Belastungen
– Gruppenfahren in den Bergen
Der Harz bietet dafür perfekte Bedingungen:
Wir haben lange Anstiege, ruhige Straßen und genau das Terrain, das du für deinen Radmarathon brauchst.
Egal ob Ötztaler oder ein anderer Radmarathon, das Camp ist die ideale letzte große Vorbereitung.
Sportliche Grüße,
Kenny
Deine nächsten Schritte:
Sichere dir deinen Platz beim Bike Camp im Harz
03. – 05.07. | begrenzte Plätze HIER BUCHEN
Oder arbeite mit uns im Coaching an deiner Marathonform.
Mit individueller Trainingsplanung, persönlicher Betreuung und gezielter Vorbereitung auf dein Saisonhighlight. Denn Radmarathons gewinnt man nicht mit Zufall, sondern mit Struktur.