Rad am Ring 2025 – Ein Wochenende voller Gänsehaut, Teamgeist und Höhenmeter
Das Rad am Ring ist nicht einfach nur ein Radrennen – es ist ein einzigartiges Event, das Gänsehautmomente, schlaflose Nächte und sportliche Höchstleistungen miteinander vereint. In diesem Jahr – 2025 – waren wir mit fünf 4er-Teams beim 24-Stunden-Rennen am Start. Außerdem durften wir viele unserer Athlet:innen als Einzelstarter:innen auf der legendären Nordschleife begleiten und anfeuern.
Die Atmosphäre rund um den Nürburgring ist schwer in Worte zu fassen: Zwischen Boxengasse, Flutlicht, Zelten und der berüchtigten Hohen Acht entsteht ein ganz besonderer Spirit – aus sportlichem Ehrgeiz, Teamwork und purer Begeisterung fürs Radfahren.
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Rad am Ring 2025 – 24 Stunden im Rausch der Geschwindigkeit
Ein paar Tage ist es her, aber der Kopf ist noch auf der Rennstrecke. Die Curbs fliegen vorbei, die Fuchsröhre rauscht im Ohr – Rad am Ring 2025 war ein unvergessliches Erlebnis, das bleibt. Es war mein zweiter Start in der Grünen Hölle und ich kann sagen: Es wurde noch intensiver, noch schneller, noch emotionaler.
Ankommen, Aufbauen, Adrenalin
Wie im Vorjahr startete unser Wochenende mit Anreise und – ganz Nürburgring-typisch – mit einem ordentlichen Stau. Warum das Event ausgerechnet nachmittags beginnt, bleibt das Geheimnis des Veranstalters. Umso größer die Erleichterung, als wir endlich auf das Gelände durften. Mit dem Auto über die Grand-Prix-Strecke zu rollen, auf der einst Schumi gegen Frentzen gefahren ist – Gänsehaut!
Unser Camp war top organisiert. Fünf Parzellen, Gemeinschaftszelt direkt an der Strecke, Bike-Rack, Zeltbereich – alles perfekt aufgeteilt. Danke an Sebastian, der wie immer den Überblick behielt. Die Stimmung war routiniert, locker, aber angespannt. Jeder, der vorbeifuhr, wurde mit geschultem Blick taxiert: Sitzposition, Pacing, Material – nichts blieb unkommentiert.
Die Nacht verlief ruhig, keine Party gegenüber wie im Vorjahr – nur der Heli hob ab und zu ab. Am Samstagmorgen sammelten wir uns beim Frühstück. Haferkekse, Kaffee, gute Laune. Um 10 Uhr gab’s ein Briefing mit letzten Tipps zur Strecke, Pacing, Taktik. Wer den Nürburgring kennt, weiß: Hier wird von Anfang an Vollgas gefahren.
Der Start: Geschwindigkeit, Defekte – und ein Sturz vor Augen
Der Start ist jedes Jahr ein ganz besonderer Moment. Laurin stellte sich ganz vorne auf, wollte in der Spitzengruppe loslegen. Ich stand ein paar Reihen dahinter – Konrad neben mir, auf der Nummer 24 der MotoGP. Nervös, fokussiert, bereit.
Der Startschuss – und los. Zunächst neutralisiert, dann voller Angriff. Doch meine erste Runde begann chaotisch: Die DI2-Schaltung streikte, ich fuhr lange auf dem kleinen Blatt, der Akku war fast leer. Dazu eine kritische Situation: Ein Fahrer rauschte mit hoher Geschwindigkeit an uns vorbei – Sekunden später stürzte er direkt vor mir. Ich konnte gerade noch ausweichen.
Trotz allem lief es rund. 304W NP in Runde 1. Die Strecke: brutal und wunderschön. Fuchsröhre mit 90 km/h, Hohe Acht mit 16 % – jede Kurve ein Erlebnis. In der Box: Schaltung laden, Frust abbauen, essen, trinken. Kuchen, Haferkekse, Banane – die Klassiker eben.

Tageshitze, Nachtfahrten und das “Team im Takt”
Runde zwei war deutlich entspannter. Weniger los, besserer Rhythmus. Die Technik funktionierte wieder, das Team gab alles. Unsere Fahrer fuhren richtig starke Turns – Frank, Dirk, Henry, alle waren top unterwegs.
Am Abend der Klassiker: Nudelsalat, umziehen, ab ins Bett – zumindest theoretisch. Ich ruhte kurz, bevor es um 0:22 Uhr wieder auf die Strecke ging. Nachtfahrt, Doppelschicht. Licht am Helm, am Lenker, an der Sattelstütze. Henry kam angeflogen, Übergabe, los.
Die Nacht auf der Nordschleife ist magisch. Es ist still, konzentriert, fast meditativ. Aber auch fordernd. Jede Kurve muss sitzen. Ich fuhr zwei kontrollierte, starke Runden, kam um 2:33 Uhr zurück. Kurze Pause, Cola, Bananenbrot – dann ins Zelt. Wecker auf 6 Uhr.
Frühstück mit Marmeladenbroten und Kaffee, dann nochmal raus. Der Körper war erstaunlich fit, die Motivation riesig. Noch zwei Runden standen an – jede Kurbelumdrehung zählte. Um 11:15 Uhr dann die letzte Runde, gemeinsam mit Benedikt, den ich aus dem Vorjahr und unseren Camps kenne. Geplant war eine Runde, gehofft hatten wir auf zwei – am Ende blieb es bei einer. Ich durfte das Rennen als Start- und Schlussfahrer beenden. Gänsehaut pur.


Was bleibt? Erinnerungen, Muskelkater und Gemeinschaft
Am Ende stehen 25 Runden, 652,5 km und Platz 159 von 911 Teams auf dem Papier. Aber das ist nur ein Teil der Geschichte. Unsere anderen Teams zeigten ebenfalls starke Leistungen:
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Team Laurin & Sebastian: Platz 13 – lange auf Top-10-Kurs
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Sporformance 3: Platz 63
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Sporformance 2: Platz 182
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Sporformance 4: Platz 281
Und das wichtigste: Keine Stürze, keine Ausfälle – nur starke Beine, viele Geschichten und ein Teamspirit, der noch lange nachhallt.
Stimmen aus dem Team
Jan: “Ein Wahnsinns-Erlebnis – sowohl auf als auch abseits der Strecke. Der Teamgedanke und die Stimmung waren unbeschreiblich. Mein Highlight – na gut, auch wenn’s weh tat – war das ‘Taxi der Schande‘ nach fünf Runden mit Krämpfen. Aber nächstes Jahr bitte ohne! 🙃”
Sven: “Nachts über die Nordschleife zu brettern und besonders im Morgengrauen – unbeschreiblich! Für mich gehört das auf jede Bucket-List. Und wie unkompliziert man mit 20 Leuten das Wochenende verbringt – einfach großartig.”
Erik: “Das zweite Mal Rad am Ring mit Sporformance – mega! Tolle Menschen, starke Performance und vor allem: echte Freundschaften. Danke für ein weiteres Highlight.”
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Rad am Ring ist mehr als ein Rennen. Es ist ein Erlebnis, das zusammenschweißt. Und genau das kannst du mit uns auch außerhalb der Nordschleife erleben.
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Danke an alle, die dieses Wochenende zu etwas Besonderem gemacht haben. Ihr wart großartig – auf dem Rad und daneben.
Sportliche Grüße
Euer Coach Kenny
