Heute Mitte Februar widmen wir uns mal einem sehr heißen Thema, und zwar der Saisonplanung. Wir klären also die Fragen wann ein Trainingslager Sinn macht und wie du dir die Rennen legen solltest um optimal abzuliefern.
Die richtige Planung für deine Saison ist sehr wichtig in Bezug auf deine Form und um deine Motivation hoch zu halten.
Auch ich habe schon den ein oder anderen Fehler gemacht, was die Planung der Rennen anging. Bei mir war der Gedanke viel hilft viel, umso mehr Rennen ich machen, desto mehr Rennhärte wird sich entwickeln. Was ja generell auch stimmt, jedoch profitiert man erst später davon. Wenn man sich also alle ein bis zwei Wochen ein hartes Rennen reinfährt wird man einfach nur sehr schnell müde und das Hauptevent wird darunter leiden.
Damit du nicht den selben Fehler begehst haben wir hier nun die wichtigsten Tipps und Tricks zu deiner Saisonplanung.
Trainingslager:
Um es einmal vorwegzunehmen, ja ein “Trainingslager” ist Pflicht. Wo du dir das Volumen reinfährst, spielt hier jedoch nur eine untergeordnete Rolle. Klar ist es effizienter und auch aus sozialer Sicht angenehmer das auf einer warmen Insel mit Gleichgesinnten zu machen. Dort kannst du dich voll aufs Radfahren, gute Ernährung und Regeneration konzentrieren aber nicht jeder hat diese Möglichkeiten aus welchen Gründen auch immer. Sei es Familie oder Beruf.
Aber auch in so einer Situation solltest du einen Volumenreichen Trainingsblock in dein Training integrieren. Achte dabei auf ausreichend Regeneration und versuche dir deinen Tag möglichst gut zu Takten um Stress zu vermeiden. Hier helfen Kleinigkeiten, wie zum Beispiel sich die Mahlzeiten vor der Ausfahrt zu richten, um dem Stress und der Frage, was esse ich jetzt, nach der Fahrt aus dem Wege zu gehen.
Außerdem empfiehlt sich ein Bergspezifisches Trainingslager im Sommer, wenn du das Ziel hast an Bergigen Radmarathons teilzunehmen.
Planung der Rennen/Events:
Generell muss man hier unterscheiden, wie Fit und wieviel Rennerfahrung ihr habt. Ein Anfänger sollte sich hier nicht mehr wie ein bis zwei A-Events raussuchen, worauf er sich voll fokussiert. Alles andere wäre für die erste oder zweite Saison definitiv zu viel. Jedoch kann und sollte auch er sich B-Events raussuchen, wo er wie auch der Fortgeschrittene Radfahrer Erfahrungen sammelt, Dinge ausprobiert. Sei es die Technik oder die Ernährung, alles mit dem Ziel sich maximal auf das A-Event vorzubereiten.
Ein fortgeschrittener Rennfahrer kann sich gerne auf vier bis fünf A-Events festlegen. Aber aufgepasst! Hier solltest du darauf achten, dass die Events nicht zu dicht aufeinander folgen. Denn leider kann es immer mal vorkommen das man stürzt oder auch erkrankt und dann kann man vielleicht nicht mehr antreten, obwohl man schon viel Geld für eine Unterkunft und den Startplatz in die Hand genommen hat.
Ihr müsst euch einfach vor Augen halten, Radsport trainiert man nicht von heut auf morgen, es ist eine sehr langwierige Sache und deshalb musst du auch nicht jedes Monument in einem Jahr abgehackt haben!
B-Events können aber auch persönliche Bestzeiten auf der Hausrunde oder am Hausberg sein. Hier sind euren Vorstellungen keine Grenzen gesetzt. Wichtig ist nur euch nicht zu sehr auf nur ein Event zu fokussieren aber es auch nicht zu übertreiben mit der Anzahl und Dichte der Events.
Rennfahrer die Bundesliga oder Kriterien fahren haben meist einen Rennkalender der sich von der breiten Masse unterscheidet. Dabei ist die erste Hälfte des Jahres immer sehr gut bespickt, auch mal mit Doppel-Wochenenden. Wobei beim klassischen Jedermann oder Marathonfahrer die Saison erst zur zweiten Jahreshälfte beginnt.
Hier muss man die Saisonplanung an den jeweiligen Rennkalender anpassen, um die Form optimal zu steuern. Wir alle Wissen das wir unsere Form nicht über das ganze Jahr konstant hoch halten können, das gilt einfach zu berücksichtigen.
Meine Saisonplanung 2025:
Ich habe meine Saison mit Crossrennen angefangen, jedoch nie mit dem Gedanken da Zuviel zu erwarten. Das heist, ich habe hier den Fokus gehabt eine solide Belastung mitzunehmen und die anstelle eines Intervalls in die Trainingsplanung mit einfließen zu lassen.
Meine Hauptziele (A-Events) sind:
7.6.25 – Doppeltes Everesting
1.7.25 – Die Tour des Stations Ultimate 1000
18.7.25 – 24h Rad am Ring (4er-Team)
August, Bergiger Radmarathon
20.9.25 – King of the Lake
Somit stehen also 5 A-Events auf meiner To-do-Liste, wie du siehst teilweise ganz unterschiedliche Renntypen da ich mich einfach breit aufstelle und meine Fähigkeiten hier trotzdem zur Geltung kommen. Wenn man es nämlich mal genauer betrachtet, kommt es bei jedem Rennen auf eine hohe Dauerleistung an. Es sind keine Rennen dabei bei denen ich oft und weit aus dem Wohlfühlbereich raus muss, wie beispielsweise einem Kriterium oder den klassischen Jedermann Rennen.
Zur Vorbereitung habe ich mich bisher noch auf kein Event im speziellen fiksiert.
Beispiele die ich in Erwägung ziehe sind:
Everesting am Hausberg
Gravelrennen um die 100-150km
RTF´s
viele lange Ausfahrten und evtl. Bikepacking
Zudem mache ich ein zweiwöchiges Trainingslager auf Mallorca. Da wird hauptsächlich an der Grundlage gearbeitet und viel Volumen eingefahren. Außerdem werden hier auch noch ein paar Intervalle gezielt eingestreut, um dem Körper den optimalen Reiz zu geben.
In Betracht ziehen werde ich auf jeden Fall auch ein Trainingslager in den Bergen. Dies habe ich nun schon die letzten zwei Jahre gemacht und habe sehr sehr gute Resultate dadurch erzielen können. Ich wohne zwar in einer Bergigen Region, jedoch sind die Anstiege hier mit max.350hm am Stück etwas zu kurz. Die Alpen sind zum Glück nicht weit entfernt und deshalb werde ich mich auch in diesem Jahr dort für die bergigen Rennen vorbereiten.
Wenn auch du dich optimal auf einige Rennen und Events vorbereiten willst, dir aber unsicher bist wie du das angehen sollst, dann kannst du dich gerne bei uns melden und zu uns ins Coaching kommen.
Wir begleiten dich auf dem Weg zu deinen Zielen und bringen dich in Bestform an den Start.
Sportliche Grüße, dein Sebastian


