Rennrad-Trainingslager auf Mallorca: Eine Woche voller herausfordernder Strecken und atemberaubender Aussichten

Mallorca, mit seinem milden Klima und den gut ausgebauten Straßen, ist ein Paradies für Radsportbegeisterte. Ein Rennrad-Trainingslager auf dieser Insel verspricht nicht nur intensive Workouts, sondern auch unvergessliche landschaftliche Eindrücke. In diesem Blogartikel werfen wir einen Blick auf die abwechslungsreichen Routen, die wir für das Trainingslager konzipiert haben und geben somit einen kleinen Ausblick in die Wochenstruktur. 

Wir freuen uns auf das erste kleine Highlight des Jahres und hoffen, dass bei euch die Begeisterung, spätestens nach dem Lesen des Beitrags, genauso angestiegen ist!   

Das Wetter auf Mallorca ist momentan ideal für ein Trainingslager zu Beginn der Saison. Mit prognostizierten 15-18 Grad und durchschnittlich 7-9 Stunden Sonnenschein pro Tag bietet die Insel optimale Bedingungen, um angenehm die Trainingseinheiten zu absolvieren. Wir können uns also auf ideale Trainingsbedingungen freuen und unsere Leistung unter diesem milden Klima schön nach oben schrauben! 

Bevor wir die Wochenstruktur des Trainingslagers beschreiben, gibt es interessante Neuigkeiten! 

Wir freuen uns, euch mitzuteilen, dass wir ein Testpaket Energieriegel von 3bears für unser Trainingslager auf Mallorca erhalten haben! Jeder Teilnehmer kann diese leckeren Riegel ausprobieren und als kleinen Energieschub nutzen! Dank 3bears wird das Trainingslager nicht nur durch das optimale Wetter, sondern auch durch die Energieriegel abgerundet! 

Aber jetzt geht’s zum Wochenkonzept! 

Die Woche lässt sich eigentlich recht schnell zusammenfassen: Jeder soll am Ende des Trainingslagers auf eine abwechslungsreiche, spaßige und intensive Zeit auf und neben dem Rad zurückblicken können. 

Wie das gelingt? 

Damit jeder auf seine Kosten kommt und Trainingseinheiten basierend auf dem eigenen Leistungsniveau gefahren werden können, werden wir zwei Gruppen bilden.

Laurin wird die kilometer- und berghungrige Trainingsgruppe anleiten. Hier wird ein stetiges Grundlagen-Tempo angeschlagen, das aber ein gewisses Leistungsniveau voraussetzt und punktuell an gewissen Anstiegen mit Intensitäten abgerundet wird. Am Ende der Woche werden viele Kilometer, Stunden und eine unschlagbare Anzahl an vernichteten Kuchenstücken im Körper angekommen sein. 

Kenny wird eine ebenso kilometerhungrige Trainingsgruppe anleiten. Hier wird aber ein moderates Grundlagen-Tempo angeschlagen, was jeder in der Gruppe leisten kann. Am Ende der Woche werden vielleicht weniger Kilometer in den Beinen sein, die Stundenanzahl und die Anzahl an vernichteten Kuchenstücken wird sich aber an Laurin´s Trainingsgruppe annähern. 

Hinweis: Selbstverständlich kann täglich zwischen den Gruppen gewechselt werden! 

Nachdem wir das geklärt haben, lenken wir endlich mal den Blick auf das Wesentliche, die Routen! Beachte, dass wir pro Tag eine Hauptroute angeben, haben aber natürlich auch weitere Routen auf Reserve und wenn Tag XY eine Abweichung des Plans erfordert, dann passen wir uns selbstverständlich an! 

1. Tour am Samstag, 24.02., nach St. Magdalena! 

Die Trainingswoche beginnt mit der Tour St. Magdalena, die durch malerische Dörfer und grüne Landschaften führt. Diese Route ist ideal, um sich an das mediterrane Klima zu gewöhnen und die Beine für die intensiveren Etappen vorzubereiten.

Route: https://www.komoot.com/de-de/tour/1434015726

Aufgrund des Anreisetages wird das Training erst um 15:00 Uhr starten. Somit hat jeder die Chance, entspannt anzukommen und sich zu sortieren, bevor die Beine bei einer schönen Ausfahrt gelockert werden. 

Wichtig: Am Anreisetag sind die Leistungsdiagnostiken geplant. Solltest du eine Diagnostik gebucht haben, achte bitte während deiner Anreise auf eine stetige Energie- und Wasserversorgung, damit die Diagnostik mit Dampf bestritten werden kann. Unser Laurin ist aber schon ein paar Tage eher vor Ort und wird mit dir Kontakt aufnehmen, damit das möglichst reibungslos abläuft!  

2. Tour am Sonntag, 25.02., nach Ermita de Betlem!

Die zweite Tour führt uns nach  Ermita de Betlem, einer beeindruckenden Kapelle mit Blick auf das Meer. Die Herausforderung besteht nicht nur im Anstieg, sondern auch in den spektakulären Ausblicken, die die Anstrengung belohnen. Kuchenstop in Petra ist Pflicht! 

Der erste richtige Trainingstag steht an! Der Start des Trainings ist um 10:00 Uhr. 

Route: https://www.komoot.de/tour/1434016622

3. Tour am Montag, 26.02., nach Bataia / Feminia / Sa Calobra!

Eine anspruchsvolle Route, die mit Serpentinen und steilen Anstiegen aufwartet. Die Belohnung wartet am Ende der Sa Calobra, einer atemberaubenden Schlucht mit Blick auf das türkisfarbene Wasser.

Der Start des Trainings ist um 10:00 Uhr. 

Route: https://www.komoot.com/de-de/tour/1434022233

4. Tour am Dienstag, 27.02., die Königsetappe durch das Tramuntana-Gebirge steht an! 

Die Königsetappe ist das Herzstück unseres Trainingslagers. Ein anspruchsvoller Mix aus langen Anstiegen und rasanten Abfahrten wird uns herausfordern und verspricht unvergessliche Momente in der mallorquinischen Bergwelt.

Der Start des Trainings ist um 9:30 Uhr. 

Route: https://www.komoot.de/tour/1434023653

Am Mittwoch, 28.02., steht der verdiente Ruhetag an! 

Ein Tag der Erholung ist unerlässlich, spätestens nach der Königsetappe und dem damit verbundenen langen Tag im Sattel dürfen die Energiespeicher wieder aufgefüllt werden! Es besteht die Möglichkeit, die Schönheit Mallorcas auch ohne Rad zu genießen, sei es am Strand oder bei einem gemütlichen Spaziergang durch die charmante Altstadt Alcudias! 

Sollte die Lust nach einer kleinen aktiven Erholung vorhanden sein, dann können wir uns am Abend vorher absprechen, was angesteuert werden kann! 

Routenvorschlag: https://www.komoot.de/tour/1434026642

Hinweis: An diesem Tag planen wir eine kleine Podiumsdiskussion mit euch! Die im Vorhinein angegebenen Themengebiete im Bereich der Sportwissenschaften werden ausführlich beleuchtet und erklärt! Danach sollten alle Fragen geklärt sein! 

5. Tour am Donnerstag, 29.02., zum Cap Formentor und Feminia! 

Die Tour zum Cap Formentor bietet nicht nur eine der beeindruckendsten Aussichten der Insel, sondern auch eine Vielzahl von technischen Herausforderungen. Die Küstenstraße und die engen Serpentinen machen diese Etappe zu einem unvergesslichen Erlebnis.

Der Start des Trainings ist um 10:00 Uhr. 

Route: https://www.komoot.de/tour/1434029762

6. Tour am Freitag, 01.03., zum St. Salvador und/ oder Randa! 

Die Woche endet mit einer letzten Herausforderung, für Kilometer-Schrubber steht die Tour zum Kloster Sant Salvador und nach Randa an. Beide Anstiege bieten abschließend noch einmal stetige Steigungen und Panoramablicke, bevor wir auf eine Woche intensiven Rennradtrainings zurückblicken können. Für die müden FahrerInnen ist die Befahrung von Randa ein schöner Abschluss der Woche!

Start des Trainings ist um 10:00 Uhr. 

Randa-Route: https://www.komoot.de/tour/1434036848 

Randa und Sant Salvador: https://www.komoot.com/de-de/tour/1435837088

Mit Vorfreude und gespannter Erwartung blicken wir auf das bevorstehende Rennradtrainingslager auf Mallorca. Eine Woche intensiver Eindrücke steht uns bevor!

Die Strecken versprechen nicht nur sportliche Anstrengungen, sondern bieten eine willkommene Abwechslung des tristen und grauen Trainingsalltages! Zwischen anspruchsvollen Anstiegen und atemberaubenden Aussichten werden wir eine gute Mischung für Spaß, gute Gespräche und einen wertvollen Austausch finden.

Saisonpause – Für wen ist sie sinnvoll und für wen nicht?

high angle shot of person riding a bike

Während die Tage immer kürzer und die Klamotten immer länger werden, stellt sich für viele Athleten die Frage, wie es weitergehen soll? Im Kopf stecken die zahlreichen guten Trainingseinheiten und vor allem die dadurch zustande gekommenen starken Erlebnisse, egal ob während Events oder Ausfahrten gesammelt. 

Ein bisschen den unspezifischen Formaufbau pushen oder weiter Kilometer sammeln ist doch schon in Ordnung, oder? Der Körper ist fit, belastbar und vor allem ganz wichtig: es soll doch immer weiter gehen! 

Diese – oder so ähnliche – Gedanken werden gerade sicherlich viele Athleten haben! 

Wieso du dich von diesen Gedanken nicht verleiten lassen und ganz dringend irgendwann in dem Zeitraum von Mitte September bis Ende November eine Saisonpause einlegen solltest, erfährst du in dem folgenden Blogbeitrag!

In dem dazugehörigen Video habe ich schon drei wichtige Punkte genannt, die den Sinn einer Saisonpause erklären. Bevor ich weitere Punkte aufzähle, möchte ich die Punkte aus dem Video aufnehmen und weiter ausführen! 

1. Ego außen vor lassen und dem Körper eine schöpferische Denkpause geben!

Dieser Satz ist für viele selbstverständlich und vor allem sinnig. Es kann natürlich nicht 24/7 weiter nach vorne gehen! Ich stelle aber immer häufiger bei Ausdauersportlern den Gedankengang fest, dass ein “IMMER WEITER” die einzige Option ist und fast schon eine Angst vor der Saisonpause, bzw. vor regenerativen Phasen, vorhanden ist! 

“Die dazugewonnene Fitness oder der erreichte Körperbau sollten möglichst gehalten und optimiert werden.”

Ich kann aber beruhigen: Wenn du einmal eine gewisse Fitness hattest und deine regenerative Phase nicht zwei Jahre andauert, dann wird sich der Körper den Fitnesszustand merken und diesen auch schnell wieder erreichen! Die “muscle memory” sollte jedem bekannt sein! Das Argument ist also nicht haltbar!

Darüber hinaus ist es wichtig zu erwähnen, dass verschiedene Strukturen im Körper auch eine unterschiedlich lange Regenerationszeit benötigen. Passive Strukturen, wie Sehnen, Bänder und Knochen, sind weniger gut durchblutet und brauchen länger zur Adaptation! 

Ich möchte hier nicht die These aufstellen, dass ihr die Saisonpause als Ruhephase für euren Knochen macht, sondern möchte den Blickwinkel erweitern und euch aus einer eventuell einseitig aufgestellten Sichtweise holen. Der Körper muss immer in seiner Gesamtheit betrachtet werden und vielleicht zwickt es auch bei dir an der ein oder anderen Stelle, über die ihr aber in den letzten Monaten hinweg trainiert habt! 

2. Die Chance nutzen und Alternativtraining einbauen!

Eine vollständig unterschätzte Größe im Training ist das Einbauen von Alternativtraining, obwohl die Effekte oftmals über Plateaus, körperliche Schwachstellen oder auch beim allgemeinen Formaufbau helfen können! 

Der Körper befindet sich im Radsport einer extrem einseitigen Belastung. Die Bewegungen und die Inhalte wiederholen sich sehr häufig. Durch die Position auf dem Rad entsteht auch über kurz oder lang eine strukturelle Dysbalance – wenn man nicht gegensteuert! 

Diese Phase der Saison sollte man nutzen und die eigenen Dysbalancen angehen! Aufgrund eines reduzierten Trainingsreizes auf dem Rad kann sich der Körper auch viel besser um den neuen Reiz kümmern – wie auch immer er ausfallen mag! 

Was für eine Art von Alternativtraining empfehle ich? 

Bei mir stehen hoch im Kurs muskulär fordernde Sportarten! Das Laufen und/ oder auch das Krafttraining sind sehr gute Ansätze, um den Körper strukturell zu stärken und auf ein leistungsfähigeres Niveau zu stellen! Hier sollte erwähnt werden, dass ihr euch nicht direkt extrem fordern sollte! Sowohl das Laufen als auch das Krafttraining sollten erstmal nicht mehr als 1-2x in der Woche durchgeführt werden. 

Durch den Radsport ist aufgrund der einseitigen körperlichen Entwicklung eine Sache sicher, der Muskelkater wird kommen! 

3. Geht euren sozialen Verpflichtungen nach! 

Oftmals ist aufgrund der vielen Ausfahrten der Alltag eng getaktet! Der Spagat zwischen Job, Trainingsvorgaben erfüllen und dann noch ausreichend Zeit für den Partner, Freunde oder Familie finden ist bei vielen Athleten groß! Einer der oben genannten Sachen leidet immer, das ist unausweichlich! Schätzt es also umso mehr, welch gutes Umfeld man hat und versucht es auch bewusst ein Stück zurückzugeben! 

Ich denke, mit den erwähnten Punkten sind drei wichtige Themen behandelt worden. Das sind aber nicht die Einzigen!

Neben den oben genannten Punkten bietet sich eine Saisonpause aus weiteren Aspekten an! Der Einbau einer Leistungsdiagnostik, eines Bikefittings, der Planung der kommenden Saison und/ oder sich grundsätzliche Gedanken zu den eigenen Ambitionen und Ziele machen oder hinterfragen, kann in der zusätzlich zur Verfügung stehenden Zeit angegangen werden. Darüber hinaus gibt es noch weitere Punkte, wie das Ändern von Ernährungsgewohnheiten oder das Ausmisten vom Radkeller. 

Man sieht also, dass eine Saisonpause vielfältig genutzt werden kann und neben dem Reset für die neue Saison weitere Chancen für andere Themen bietet, die geändert werden können. 

Kommen wir noch zu einem abschließenden Punkt, nämlich für wen die Saisonpause nicht zwingend sein muss. Athleten, die gerade mit dem Sport anfangen, ein geringes wöchentliches Volumen fahren (unter 4 Trainingseinheiten in der Woche und/ oder weniger als 6h Training in der Woche) oder aufgrund eines besonderen Saisonverlaufs, bzw. mehrwöchigen Zwangspause in den letzten 2 Monaten, ihre eigene Ruhephase hatten müssen selbstverständlich nicht die Füße hochlegen und können mit einem verstärkten Grundlagentraining an der Basis für die Saison schrauben! 

Wir kommen also hier zu meinem Leitspruch: Kein Training ohne Kontext! Mit diesen Worten verabschiede ich mich jetzt auf die Couch! Ich weiß: Schwierig auszuhalten diese Saisonpause. 

Wenn euch der Beitrag gefallen hat oder weitere Anregungen und Fragen aufkommen, dann scheut euch nicht, uns anzuschreiben!